Das ganze Land in Geiselhaft der (ungeimpften) Rentner! (Sammelthreads)

agw, NRW, Donnerstag, 09.12.2021, 12:24 (vor 360 Tagen) @ Barzahlung

Wie gesagt, 37% sind unter 59.


Und 100% sind 100 und jünger.

99 ist aber schon Risikogruppe. Er hat ja so getan, als wenn alle außer der Risikogruppe sich nicht um die Pandemie scheren müssten, die sie in keinster Weise betroffen sind.
Das das doppelt falsch ist, habe ich dadurch belegt.


Dann redet ihr beiden aneinander vorbei. Die Zielsetzung ist beim agw halt eine andere. Für den agw gilt es bei der Impfpflicht nicht das Gesundssystem vor einer Überlastung zu schützen, sondern um jeden Preis jede Infektion zu verhindern.

Nein, das siehst du falsch. Doppelt und dreifach sogar.
Zum einen kann eine Überlastung des Gesundheitssystems am einfachsten durch die Vermeidung von Neuinfektionen erfolgen.
Zum anderen geht es bei der Impfpflicht in der Tat NUR darum, das Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen. Das tut die Impfpflicht aber auf zwei verschiedene Weisen. Deswegen ist sie besonders sinnvoll.
Und "um jeden Preis" will ich hier gar nichts. Der Preis keine Impffplicht einzuführen wird aber sein, dass wir noch länger auf unsere Freiheit verzichten müssen und auf Jahrzahnte die entstandenen Mehrausgaben und Verluste durch Steuererhöhunge bezahlen müssen werden. Von Einzelschicksalen, die durch Maßnahmen und Infektionen betroffen sind, mal ganz zu schweigen.


So wird auch argumentiert, dass man mit einer allgemeinen Impfpficht für alle Altersgruppen (inkl. Kinder) den R-Wert senken könne, ohne überhaupt zu quantifizieren, um welchen Faktor der R-Wert sinkt.

Kannst du nachlesen, gab doch gerade erst eine neue Studie von den Modellierern dazu.

Für einen Übertragungsschutz musst Du spätestens alle 3-6 Monate auffrischen, denn nach 3 Monaten lässt der Übertragungsschutz bei den derzeit vorherschenden Varianten dermaßen nach, dass es innerhalb der ersten Tage nach der Infektion keinen wirklichen Unterschied mehr macht, ob der Träger jetzt geimpft ist oder nicht.

Zur Übertragung gehören zwei. Das hat du nicht berücksichtigt.

Wir jeden nicht von Masern oder Pocken, sondern von einer Atemwegserkrankung, die über Tröpfchen (aus dem Lunge/Rachenraum) übertragen wird.

Wir reden hier von einer Atemwegserkrankung, die zu 99-100% über Aerosole übertragen wird, nicht über Tröpfchen. Bei Omikron sieht man ja jetzt, dass man nicht mal zur gleichen Zeit im Raum gewesen sein muss.


Und um jetzt mal das Myokaditis-Risiko einzuordnen. Wenn man auch Kinder in einen sechsmonatigen Pflichtimpfungszyklus einbringt, kann derzeit niemand sagen, wie sich das auf das Myokaditis-Risiko bei gesunden Kindern auswirken wird.

Halbjährliches Kinderimpfen hat jetzt aber wenig mit dem R-Wert der letzten zwei Monate zu tun. Darum ging es.

Die Fallzahlen haben sich ja schon in Deutschland stark von denen aus den USA unterschieden. Und nein, wenn Corona mittelfristig endemisch wird (wiederkehrende Reinfektionen), kriegt man Covid auch nicht alle sechs Monate sondern eher einmal alle drei bis fünf Jahre. Wenn man sich erneut infiziert, ist der Krankheitsverlauf sowieso milder, da man durch die Gedächtniszellen vor schweren Verläufen geschützt ist.

Richtig. Bis dahin müssen sich aber alle mehrmals impfen lassen und/oder mehrfach infizieren.
Alle einfach 2-3 infizieren lassen geht halt nicht in unserem Land. Das muss man einfach mal verstehen.
Die Frage ist nicht, ob nach drei Impfungen oder drei natürlichen Infektionen noch viele einen schweren Krankheitsverlauf bekommen.
Die Frage ist, was BIS dahin passiert, wenn sich 12 Mio Impfgegner und Impfmuffel unbedingt ohne Schutz mehrfach infizieren wollen.


Den Gedanken durch Kinderimpfpflichten irgendwelche Senioren schützen zu wollen, halte ich an sich schon für pervers, weil Kinder aus meiner Sicht unter einem besonderen Schutz stehen sollten.

Redet ja auch keiner von. Das wird halt gerne vorgeschoben. Der 50-jährige lehnt das Impfen ab, weil andere Schwurbler ihm einreden, 3-jährige Kinder werden noch vor Weihnachten von der Impfpolizei zum Zwangsimpfen abgeholt. Mag natürlich sein, dass man in ein paar Jahren eine Kinderimpfung empfehlen wird, wenn das weniger Risiko darstellt als die natürliche Infektion.

Was aber auf jeden Fall pervers ist: dass du von "irgendwelchen Senioren" redest. Das sind Menschen wie du und ich, die vielleicht sogar noch jeden Tag hart arbeiten.

Wenn man mit einer teilweisen Impfpflicht (z.B. ab 60) zusammen mit einer Ausweitung der Intensivkapazitäten und Schutzmaßnahmen in der Schulen (z.B. Luftfilter) eine Überlastung des Gesundheitssystems ebenso abwenden kann, ist das als milderes Mittel anzuwenden und nicht wie Söder sagen würde, "die härteren Maßnahmen sind die besseren". Solche Vergehensweisen verbieten sich in einem Rechtsstaat, wenn eine komplette Ausrottung sowieso unmöglich ist.

Intensivkapazitäten braucht man nicht ausweiten. Covidstationen sind Todesfabriken. Die eine hälfte der Patienten verstirbt, die andere ist für's Leben gezeichnet. Das "ausweiten" zu wollen, ist menschenverachtend. Da gibt es genug andere Maßnahmen, die den Bedarf unter die Kapazität drücken können.
Impfpflicht für alle 60+-jährigen und deren Kontaktpersonen würde ausreichen. Allerdings muss man dann auch akzeptieren, dass man seine Omi (auch im Privaten!) nicht ohne Impfnachweis besuchen darf.
Ansonsten bringt es ja nicht viel, wenn der U60 Superspreader einen Ü60 mit schwachem Immunsystem besucht und allein durch die Viruslast den Ü60 doch erkranken lässt.
Das ist nämlich was, was viele nicht kapieren, wenn sie sagen "man muss die Risikogruppe schützen". Die Risikogruppen kann man nur schützen, wenn man Infektionen der Kontaktpersonen und auch der Kontaktpersonen der Kontaktpersonen gut schützt. Das sind am Ende aber fast alle.


Das Problem ist derzeit sowieso weniger die Impfbereitschaft als die langen Wartezeiten bis man mit dem Impfen dran kommt.

Ja, man muss schon mal ne Woche auf nen Termin warten und dann eine Stunde in der Schlange stehen. Das sind aber die Boosterungen. Lange Schlangen von bisher ungeimpften gibt es nicht. Wahrscheinlich kriegt man als ungeimpfter auch sofort einen Termin, da diese ja priorisiert werden sollen.
Aber Hauptsache wieder eine Ausrede gefunden, sich nicht erstimpfen zu lassen?

Außerdem wäre eine Impfpflicht ab 60 zeitnah umsetzbar, während eine für ALLE schon aus Kapazitätsgründen frühestens im März in Kraft treten könnte.

Ja, Anfang März für alle wäre theoretisch möglich. Erst- und Zweitimpfungen könnte man dann gesetzlich priorisieren.
Für +60 aber auch nicht viel früher, da man ja den Mindestabstand einhalten muss.
Vermutlich müsste man die Impfpflicht am besten gestaffelt nach 1., 2. und 3. Dosis staffeln.

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