Ist doch immer der selbe Mist. (Sammelthreads)

J-C, Da, wo ich grad gedanklich nicht bin., Dienstag, 07.12.2021, 23:11 (vor 361 Tagen) @ musicus
bearbeitet von J-C, Dienstag, 07.12.2021, 23:15

Wichtig ist vor allem, dass das ein Dauerthema bleibt.

Für wen?

Für den, der sonst ein anderes Thema suchen muss.

In Baden-Württemberg gilt der Impfnachweis nur noch digital.

Angesichts grassierender Dokumentenfälschungen wenig verwunderlich.

Man muss sich vorstellen, die Impfung gibt es gratis, für 0,00€. Aber stattdessen gibt es Leute, die fälschen lieber für 2-3-stellige Beträge einen Impfnachweis, einfach weil sie völlig entgleist sind.

Tja, digital gibt's das aber nur vom RKI. Wobei da aber Daten nicht zentral gespeichert werden. Sagt man.

Schön.

Funktioniert auch auf Bundesländerebene, das kann sogar mehr Sinn ergeben, die Bundesrepublik kann ja kaum etwas alleine entscheiden in der Sache.

Und dann, wo wir gerade dabei sind, machte sich BILD neulich Gedanken über die Uneinigkeit der Bevölkerung.

Wie inspirierend!

Vor allem wenn man daran denkt, dass die Bild vorher den Holzofen befüttert hat (und dann sich über die Feinstaubbelastung aufregt), danach besoffen im SUV durch die Gegend fährt, gegen eine Wand donnert und dann den Erbauer der Wand verklagt. Weil da diese Wand ist, sonst wäre der SUV nicht kaputt.

Und die Regierung brauchte gar nichts zu tun, um die Gesellschaft zu spalten. Das schafft sie schon selbst. Bzw. das Virus macht das schon selbst.

In sofern wüsste ich nicht mehr, was man mit einer Impfplicht noch spalten könnte.

Als eine Maßnahme zur Befriedung wurde eine Klarnamenpflicht im Netz gefordert. Wir seien schließlich ein Land mit Meinungsfreiheit - da gebe es keinen Grund, seine Meinung nicht unter richtigem Namen zu vertreten.

Bloßes Getöse. Wer wirklich Einfluss nimmt, ist eher früher als später mit "Klarnamen" bekannt.

Und wer nicht gerade irgendwelchen Sch*** postet und kein Influenzer ist, der braucht auch keinen Klarnamen, weil sich für den kaum wer interessiert und deswegen auch keine rechtlichen Prozesse. Weil wozu auch?

In sofern ja, bloßes Getöse.

Da löst sich gar nix auf ... Im Gegenteil. Der Überwachungsstaat sickert immer weiter in die Gesellschaft ein.

Jetzt erst??

Ich dachte so auch, die Alarmisten glauben ja schon seit Jahren, wir hätten den super krassen Überwachungsstaat. Siehe Snowden. In Wahrheit ist das "Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten zu 99% das, was Tatsache ist.

Und jetzt will mir irgendwer erzählen, die Bundesregierung, wo Ämter noch mit Fax arbeiten... MIT FAX!!!, will es sich anschicken, die Bürger lückenlos zu überwachen? Ich glaube ich könnte den Schnaps mal konsumieren, den ich mal im Billa Plus zum Probieren bekam. Weil, dann kann ich das Level an Erheiterung mehr oder weniger fundiert vergleichen.

Das Lebensgefühl wird doch deutlich gesteigert. Wie im Flieger wird man in Kürze auch genau wissen, wer in welchem Zug, Bus, Straßenbahn, U-Bahn sitzt.

Personalisierte Tickets mit Zugbindung bietet die DB seit knapp 20 Jahren an. "Neuland" - im Boomer-Politsprech.

Und wenn die Bild dann aus einer handelsüblichen Fahrkartenkontrolle eine Schlagzeile konstruieren mag, wird das auch sehr leicht gehen.
Skandal! Deutsche Bahn überwacht seit Jahrzehnten Deutsche Bürger!

Heute druckst du dir eine profane Verspätungsbescheinigung aus - demnächst dann eben die Mitfahrtbescheinigung. Muss nur noch eine App überprüfen, ob dein Ticket zur Fahrt passt.

Komfort-check-in?

Du musst also endlich mal von deinem destruktiven Kurs weg und die neuen Zeiten bejubeln und dich drauf freuen.

….oder realisieren, dass „die Zeiten" so neu gar nicht sind. Alte Hüte frisch aufgebauscht.

Und weißt du, was mir auf die Nerven geht? Immer verspricht mir irgendwer da draußen in lustigen Ecken des Internets, dass da was ganz großes auf uns zukommt und es gaaaanz schlimme Sachen geben würde. Ich denk mir so, cool, endlich mal was unterhaltsames. Mal was aufregendes. Mal was, wo ich womöglich sowas wie Relevanz in einem größeren Ausmaß erhaschen könnte. Etwas, wo ich noch Jahrzehnte mich erinnern kann, an welcher Seite ich stand und ach so tapfer gekämpft hab... oder so.

Ach ja, Corona. Scheint aber so zu sein, dass das Virus einem nicht reicht. Braucht mehr, mehr Spannung, mehr Stimmung, mehr Würze, mehr... simply...
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Aber nee, immer der selbe Mist, man vertröstet uns auf später. Was soll das sein? Irgendeine abstrakt-künstlerische Dabietung der ständigen Zwecklosigkeit unseres Seins, die zeitgenössisch-pointierte Darstellung des ewigen Kreises der gesamten Existenz? Vielleicht die komödienhafte, überspitzte Lächerlichkeit des Versuches, unseren Mangel an Herausforderugnen mit Überbietungen an Superlativen zu überdecken? Ich hab keine Ahnung, ich bin irgend so ein hoffnungslos verpeilter Student. Was weiß ich schon?

--
Reisehäppchen für zwischendurch gefällig?
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(Bildquelle: ČD)


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