Akzeptanz? (Allgemeines Forum)

Hustensaft, Sonntag, 10.05.2020, 08:42 (vor 206 Tagen) @ CNL484

"DB" beruft sich auf sehr gute Akzeptanz in der Bevölkerung im NV.

Man kann es natürlich auch Akzeptanz nennen, wenn die Bevölkerung einer bußgeldbewehrten Pflicht nachkommt - und dennoch steigt jeden Tag die Zahl derer "ohne".

Davon abgesehen frage ich mich täglich, was der Unsinn soll, ist mein Nahverkehrszug (S-Bahn) so leer, dass ich mir echt Mühe geben müsste, wenn ich den Abstand nicht einhalten wollte.

Sicher ist, dass die Maskenpflicht - im Nah- und Fernverkehr - ein erheblicher Wettbewerbsnachteil ist - und das nicht nur für die Geltungsdauer, sondern lange darüber hinaus, da sich immer mehr die Meinung durchsetzt, dass öffentliche Verkehrsmittel die Krankheitsverbreiter seien.

Abgesehen davon ist eine Maskenpflicht im Fernverkehr ab einer gewissen Fahrtdauer unzumutbar und damit ziemlich sicher rechtswidrig. Die Gerichte haben die Pflicht bisher immer nur mit der Begründung einer nur kurzen Beeinträchtigung akzeptiert, was aber bei einer Fahrtdauer von mehreren Stunden nicht mehr gegeben ist. Nicht zu vergessen: Die Maske suggeriert einen Schutz, den sie gar nicht gewährt (von FFP2 abgesehen - und die sind nicht stundenlang tragbar).

Übrigens geht die Maskenpflicht am Problem vorbei, denn die Züge sind derzeit hinreichend leer, dass Abstand gehalten werden kann. Dennoch wäre es sinnvoll, andere Maßnahmen vorzuschreiben:
Konsequente Nutzung von Fensterplätzen und der Verzicht auf das beliebte "durch die Wagen gehen" könnte die Zahl der Abstandsprobleme zu einem sehr hohen Prozentsatz reduzieren. Und Fahrkarten muss man nicht persönlich vorweisen - selbst da, wo ein Komfort Check-in nicht möglich ist -, die kann man auch auf den Sitz neben sich oder gar in die leere Nachbarreihe oder die Reihe davor etc. legen, so dass auch hier der Abstand weitaus besser eingehalten werden kann. Daneben gehören die Raucherzonen an den Bahnhöfen geschlossen, dort sind die meisten Abstandsverstöße zu finden.

Wenn es überhaupt eine Konsequenz gibt, dann wäre die Frage zu stellen, ob man nicht das Großraumkonzept überprüfen und wieder vermehrt auf Abteile setzen sollte - damit wären auch gleichzeitig Probleme wie Wandfensterplätze beseitigt.


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