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heinz11 @, Samstag, 28.03.2020, 15:07 (vor 129 Tagen) @ J-C

Jedoch ist durch die technologischen Innovationen der Personalbedarf stark gesunken, Hier lässt sich durchaus ein hoher Grad an Automatisierung implementieren

Beispiele gefällig?

  • Mit automatischen Melksystemen lassen sich mehr Kühe in deutlich kürzerer Zeit melken, gleichzeitig erfasst das System die Daten jeder einzelnen Kuh und wertet sie aus. Milch, die nicht den Qualitätsanforderungen entspricht, wird automatisch aussortiert.
  • Schon lange gibt es in Kuh- und anderen Laufställen automatische Futtersysteme. Über Transponder wird jede Kuh identifiziert und mit der festgelegten Menge an Futter und der individuellen Futterzusammenstellung versorgt.
  • Das Futterschieben im Stall übernimmt auf Wunsch ebenfalls ein Roboter und sorgt so dafür, dass der Futtertisch immer ausreichend gefüllt ist.
  • Roboter im Weinbau schneiden automatisch die Reben zurück. Auch hier werden die Pflanzendaten exakt gespeichert und ausgewertet.
  • In Amerika pflückt ein Roboter den Salat und erledigt in der gleichen Zeit die Arbeit von 20 Feldarbeitern.

Auch die klassische Bestellung und Ernte von Äckern lässt sich schon zu einem sehr hohen Grad automatisieren.
Die Landwirtschaft bedarf also wirklich nicht besonders vieler Arbeitskräfte und dementsprechend sorgt sie auch nicht für einen besonders hohen Pendelverkehr.


Und eben aus diesem Grund ist es unverständlich, warum man die ca. 300.000 Saisonarbeiter (bei weitem nicht alles Spargelstecher) aussperrt und sehenden Auges riskiert, daß die Bestellung der Felder in einem weit geringerem Maße vonstatten gehen kann als sonst. Ernteausfälle wird es dann keine geben, weil, was nicht gesät oder gepflanzt ist, kann auch nicht geernet werden. Aber das scheint manchem bayerischem Gehirn nicht klar oder egal zu sein, welches sich sonst lautstark damit brüstet, ein modernes Agrarland zu sein.


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