Überfüllung von S-Bahn? (Allgemeines Forum)

Henrik @, Montag, 23.03.2020, 18:20 (vor 5 Tagen) @ ICE2020

Das Konzept geht auf.

Ganz so einfach ist es wohl nicht.

nicht gewesen und noch immer nicht.
Es ist natürlich nicht leicht für uns alle. Aber wir versuchen uns alle grundsätzlich daran zu halten und das geht eben bekanntlich auf. Daran gibt es absolut keine Zweifel.

In Berlin wird heute [...] die BVG zitiert, dass [...]

Wir werden während des Berufsverkehrs sogenannte Einsätzer einsetzen. Das heißt, wir schieben eine U-Bahn, Straßenbahn oder Bus dazwischen, wenn wir merken, es wird zu voll. Tagsüber ist es deutlich leerer.
Bedenken Sie bitte: Auch wir müssen noch sehr lange durchhalten und insofern ist warme Luft durch die Gegend zu fahren, nicht zielführend.

Wie beobachten Sie das, ob nicht eventuell zu viele Fahrgäste auf engem Raum sind?

Es sind Verkehrszähler unterwegs. Wir haben die Möglichkeit über Computer unsere U-Bahnhöfe einsehen zu können. Unsere Busfahrer sind direkt vor Ort. Die können sagen: Mein Bus ist zu voll, ihr müsst noch einen weiteren Bus schicken. Wir sind durch unsere Fahrerinnen und Fahrer immer mit dabei. Insofern werden wir es genau beobachten. Ab morgen wird die U-Bahn sogenannte Einsetzerzüge bereitstellen. Das heißt immer da, wenn man merkt, jetzt wird es eng, kommt ein weiterer Zug.

Jetzt gibt es das Kontaktverbot von mehr als zwei Personen im öffentlichen Raum. Wie reagieren Sie als BVG darauf?

Wie gesagt, wir müssen uns jetzt alles ansehen. Wir müssen aber sehen, dass wir auch morgen und übermorgen und auch vielleicht in zwei Wochen noch für die Fahrgäste da sind.
Auch wir sind Berlinerinnen und Berliner, auch wir haben Kinder und Familien. Und auch wir haben die gleichen Probleme wie alle anderen auch. Wir müssen also sehen, dass wir möglichst effizient fahren und möglichst so fahren, dass wir alle von A nach B bringen. Wir werden versuchen, auch diese Abstände zu halten.

Vielleicht hilft es auch, wenn wir nicht alle Punkt sieben am U-Bahnhof stehen, sondern uns auch ein bisschen verteilen, um zur Arbeit zu kommen. Ich nehme an, jeder Arbeitgeber kann das verstehen. Wenn man auch da ein bisschen mithilft und ein bisschen mitmacht.

Aber wie kontrollieren Sie, dass es keine Versammlungen zum Beispiel auf U-Bahnhöfen gibt?

Unsere Sicherheitsleute sind unterwegs. Es ist ein großer Vorteil, dass wir, wie gesagt, unsere U-Bahnhöfe einsehen können. Sobald wir eine Ansammlung bemerken, können wir die Kollegen von der Polizei, die übrigens auch einen Arbeitsplatz in unserer Sicherheitsleitstelle haben, informieren. Wir können also ziemlich schnell reagieren.

https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege/interview-bvg-berlin-fah...

Auch in Bonn wird die Frequenz der Busse erhöht.

Auch in S-Bahnen zur HVZ kommt es jedenfalls im Innenstadtbereich zu Zügen, die zwar bei weitem nicht so voll sind wie normalerweise, aber immer noch so voll, dass man sie sich leerer wünschen würde.

Mag vereinzelt ja auch so sein..
Zustände wie in GB/London haben wir noch lange nicht bzw. absolut nicht.
Doch das wird hier polemisch gehässig kolportiert.

Und die Berliner S-Bahn fährt meines Wissens noch vollständig nach Plan (bis auf wenige Ausnahmen). Der Kahlschlag in NRW auf einigen Linien hingegen ist massiv (zum Beispiel auch die Kompletteinstellung RB20 in Aachen), und es ist ja auch bezeichnend, dass andere Aufgabenträger nicht so weit gehen. Insofern ist es übrigens auch Unsinn von "dem Konzept" zu sprechen, da hier ja regional sehr unterschiedliche Ansätze verfolgt werden.

Natürlich ist es Unsinn, dass er hier mit "dem Konzept" ankommt und eingehend über die ja so blöde Politik herzieht.
Dass die Situation in Aachen/Heinsberg völlig anders aussieht als anderswo und entsprechend natürlich auch andere Konsequenzen nach sich ziehen, ist natürlich klar und sollte auch jedem einleuchten - wird vor Ort ja auch jeweils kommuniziert, s.o.

https://twitter.com/BVG_Kampagne/status/1241328893564502016/photo/1


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