Fundiert klingende K21-Kritik (Allgemeines Forum)

hfrik, Montag, 13.09.2010, 10:20 (vor 5749 Tagen) @ Zugreisender

Ich würde mal sagen, deine Aussage ist Haarsträubend.
Die S60 ist Bauen im Bestand - und zwar durchgehend.
Ich weiss nicht ob du beruflich Infrastrukturprojekte Planst und Bauleitest.
Bei mir gehört das zum Beruf - aber nicht im Schienenbereich.
Bei der S60 scheint das Hauptproblem die Kreuzungsbauwerke zu sein.
Die sind vor etlichen Jahren per Ordre de Mufti den Gemeinden in schlechtem bis schlechtestem Zustand auf's Auge gedrückt worden, vorher meist Bahneigentum),
zusammen mit dem Kreuzungsgesetz.
Und dort scheint nun vieles zum Projekt verschoben worden zu sein, mit vielen Verhandlungen (Es steht ja auch immernoch eine Verhandlung aus), da dort dann sicherlich die Gemeinden versucht haben, im Zuge des Ausbaus möglichst viel neu zu bekommen (Die Bahn wird ähnlich vorgegangen sein, bei der S60 zahlen Bund und Region, nicht die Bahn).
Bein Nesenbachtrog hat die Bahn versucht, über Preisanfragen und Verhandlungsverfahren schneller zu einem Vertragspartner zu kommen, aber da wollten dann die Angefragten Firmen - zumindest aus Sicht der Bahn - zusehr beim Preis zulangen. Jetzt ist das Teil im nächsten Paket mit europaweit ausgeschrieben, also im ganz normalen Gang der Dinge.
Im Übrigen - selbst beim Nichtstun stehen Sanierungen in Stuttgart für 1 Milliarde an - die Bahn redet von 1,8 Mrd€ und mehr, wenn S21 nicht kommt, alles zu Bauen im Bestand. Und damit auch dort die Problematiken wie bei der S60 - weit mehr als bei S21. Die Augen davor zu verschliessen hilft nichts - es bröckelt in Stuttgart an allen Ecken und Enden, und manches geht nur noch mit Ausnahmegenehmigung.


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