Argumente zum ITF (Allgemeines Forum)

hfrik, Freitag, 10.09.2010, 12:14 (vor 5690 Tagen) @ naseweiß

Bezüglich Neckarbrücke- S21 braucht keine Neckarbrücke in türkheim mehr - dort gibts jetzt Tunnel. Die Brücken kamen nicht durchs Planfeststellugnsverfahren. Daher ist es utopischanzunehmen, die noch viel Extremeren Brücken bei K21 kämen durch. Deswegen sind ja die Tunnellängen bei S21 immer weiter gewachsen. Bei K21 die Augen davor zu verschliessen führt nicht weiter.

2 Minuten mit gemischtem Verkehr mit unterschiedlicher Geschwindigkeit ist auch utopisch. Dann richtet sich alles nach dem langsamsten.

Dass der ITF, an der richtigen sTelle und mit den richtigen zügen eingesetzt gut funktioniert, ist unbestritten. Daher ja auch ein respektables Entwurfsmodell.

Gut funktioniert der ITF bei
- wenigen Linien im Vergleich zu den Zulaufstrecken
- Langen Taktzeiten
- kompakten Bahnhöfen.

Wenig sinnvoll ist er bei kurzen Taktzeiten. Wobei es ausreicht wenn Startpunkt _oder_ Zielpunkt an einer Stelle mit dichtem Takt liegt (einfach gebrochene Fahrstrecke angenommen). D.h. im Fall stuttgart: liegt Start oder Ziel im S-bahn Bereich, oder an einer Strecke die (überlagert) im 30 min-Takt bedient wird, wird kaum (ich sage nicht kein) Nutzen herauszuholen sein.

Ebenso nicht bei Verbindungen, die schneller auf alternatven Routen (querverbindungen) zu erreichen sind. das gilt in der Regel ausserhalb der S-Bahn-Netzes von benachbarte Linien - z.B. Querverbindung Backnang-Ludwigsburg, Schwäbisch-Hall-Heilbronn, aber auch Busverbindung Göppingen-Schwäbisch-Gmünd.

Ebenso ist der Knoten nciht sinnvoll, wenn auf Bahnhöfen davor schon die Verbindung hergestellt werden kann. D.h. z.B in Plochingen, Flughafen, Cannstatt, ...

Daher ist es bei einem komplexen Knoten wie Stuttgart immernoch anzustreben, zwischen allen Verbindungen, für die das oben gesagte nicht gilt, Umsteigemöglichkeiten in Stuttgart Hbf bereitzustellen, am besten über Durchbindungen oder Umsteigen am gleichen Bahnsteig gegenüber. und natürlich am besten mit guten Verbindungen zum Fernverkehr.
Aber das Nutzenpotential eines Taktknotens in Stuttgart ist einfach nicht hoch genug, um auf diesem "Altar" etwas zu opfern - und sei es die IC-Verbindung Zürich Nürnberg (Mit Anschluss Richtung Berlin in Nürnberg über die NBS Nürnberg-Leipzig)

noch schlechter für ITF-Konten sieht es aus, wenn tatsächlich (wie auf Grund sinkender km-Preisen bei Ausschreibungen und kontinuierlich wachsender NAchfrage im Regionalverkehr absehbar) das Zugangebot deutlich ausgeweitet wird. Dann sinken die Taktzeiten schnell in Bereiche, in denen es nur noch zählt, möglichst schnell und oft zu fahren.


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