Argumente zum ITF (Allgemeines Forum)

naseweiß, Freitag, 10.09.2010, 13:43 (vor 5691 Tagen) @ hfrik

noch eine Ergänzung: Zwischentunnel beim Kopfbahnhof habe ich schon eingerechnet. Die haben dann auch Treppen / Rolltreppen (Etwas kürzer als beim Durchgangsbahnhof, zumindest zum Teil), treiben aber wie an anderer Stelle beschrieben, den Umbauaufwand bei K21 hoch - dann brauchts Tiefbau im S21-Ausmaß im Bahnsteigbereich, wenn das was taugliches werden soll.

Der zu bauende Zwischentunnel? Der käme doch vermutlich außerhalb der heutigen Bahnsteighallen. Was soll daran so aufwendig sein?

Ausserdem, unterschätze 2-3 Minutern fahrzeiteinsparung und 2-3 Minuten Umsteigezeiteinsparung bei einem Großbahnhof wie Stgt nicht.
5 Min je Reisendem im Mittel bei 200.000 Reisenden je Tag (demnächst erreicht), sind
1.000.000 minuten je Tag oder 16666 Stunden / Tag. Bei 20 € je Stunde sind das 333.333€ je Tag, oder 121 Mio € je Jahr. (...)

Ich bin sprachlos. Wieso gibt es nicht viel mehr Verkehrsprojekte, wenn die sich durch Einsparung von Reisezeit so schnell rückfinanzieren? Es ist ja schön, dass jeder Hbf-Nutzer dank S21 ganze 10 min (der normale Pendler fährt zweimal am Tag) mehr Freizeit pro Tag hat, doch, äh, wieso kann man das wirtschaftlich so einfach gegenrechnen?

Bezüglich Flughafenbahnhof - der wird meist hoffnungslos unterschätzt, nur weil dort aktuell noch kein Fern- oder Regionalbahnhof ist.
(..)

Dass es da einen IRE/RE-Halt geben wird - ICE-Halte werden vermutlich bald nur noch die von der Gäubahn sein (= IR) - ist eine schön Sache. Nur ist das meiner Ansicht nach nicht so notwendig, dass es dafür S21 braucht. An allen möglichen anderen, größeren Orten, bzw. Ansammlungen von Orten wie die Fildern, wäre ein IRE/RE-Halt mit kurzen Fahrzeiten nach Stuttgart sicher auch toll. Wie wäre es mit einer Express-S-Bahn, bei Bedarf im 15-min-Takt? Das erinnert mich irgendwie an den Münchner Transrapid: Man hatte eine große Vision, wollte in nur 10 min zum Flughafen (Stuttgart 8 min), es nannte sich Fernverkehrs-Anschluss. Jetzt hat man erstmal gar nichts. Gut für Stuttgart: Im Gegensatz zu München braucht es beim Scheitern von S21 für die Alternative Express-S-Bahn keinen langwierigen Ausbau, man muss die Dinger einfach fahren lassen.


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