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hfrik, Montag, 13.09.2010, 09:41 (vor 5750 Tagen) @ Zugreisender

nun, das ist etwas übertrieben - an Stuttgart 21 ist der Bund mit 1 Mrd beteiligt, an der NBS mit nicht ganz 2 Mrd €.
Aber was ich geschrieben habe war etwas anderes. Es kann nicht funktionieren, bis in alle Ewigkeit mit der Infrastruktur von 1850 herumzufahren. Egal ob bei Stgt-Ulm, Südbahn oder der Strecke nach Sigmaringen. Und mit S21 steigt der politische Druck, etwas zu tun - und damit ach die Chancen, mehr Geld in den Topf zu bekommen. Der Ausbauetat für die Schiene bewegt sich aktuell im niedrigen Promillebereich des Bundeshaushalts - das ist absolut lächerlich, und Deutschland ist damit auch mit Abstand Schlusslicht in Europa, und sogar hinter Ländern wie China oder Brasilien...
Hätten wir einen Etat wie die Schweiz oder Österreich, wären etwa 20 Mrd€ Je Jahr im Ausbautopf, und über die Elektrifizierungen würde niemand im Traum diskutieren. Hätten wir Verhältnisse wie in Italien, wären es immernoch um 10 Mrd €, und es gäbe immernoch kein Grund zur Diskussion. Aber wir sind in Deutschland, und dort wurde der real für Ausbauten verfügbare Etat auf unter eine milliarde je Jahr zusammengestrichen, und das ist faktisch 0€. Deswegen aht ja auch das Land so viel Geld in die Hand genommen, damit sich überhaupt etwas tut, aber dafür im Geghenzug den Bund in die Pflicht genommen, seinen Teil auch zu liefern. Und so ganz langsam scheint man in Berlin ein klein wenig aufzuwachen, und einzusehen, dass man auch einmal ein paar Euro investieren muss, und nicht alles konsumieren kann. Dafür noch etwas mehr Druck zu machen lohnt sich.


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