Dresden-Nürnberg-Stuttgart zielführender? (Allgemeines Forum)

ICE-T-Fan, Donnerstag, 01.03.2012, 15:45 (vor 5155 Tagen) @ Mario
bearbeitet von ICE-T-Fan, Donnerstag, 01.03.2012, 15:50

Ich kann mich einen Betrieb Berlin-Stuttgart via Nürnberg einerseits gut vorstellen. Dabei fährt man Berlin-Nürnberg in Doppeltraktion; ab dort ein Zugteil nach München (ggf. via Augsburg), ein Zugteil nach Stuttgart. Ob eine Weiterführung der aktuellen Linie 61 nach Berlin (also getrennt von Linie 28) sich lohnt, bin ich mir nicht sicher.

Berlin halte ich für kontraproduktiv, da du die Verbindung Berlin-Stuttgart ja schon sehr gut über Frankfurt bedienst.

Man wäre aber über Nürnberg schneller. Mit der NBS Wendlingen-Ulm vielleicht sogar via München schneller.

Viel eher könnte ich mir da eine Verlängerung der Linie (Zürich-)Stuttgart-Nürnberg über die NBS nach Erfurt bis Dresden vorstellen. So hätte man eine völlig neue "Diagonalverbindung", die zwischen Nürnberg und Dresden zudem wesentlich schneller als die Franken-Sachsen-Magistrale wäre und z.B. noch über die Schleifen in Coburg halten könnte. Dann hätte man auch auf der NBS Ebensfeld-Erfurt eine höhere Auslastung.

Das halte ich für eine sehr gute Idee. Wobei dann Dresden mit L50, L56 und L61/87 etwas überversorgt wäre.

1. Der heutige IC hält in Ansbach, Crailsheim, Ellwangen, Aalen und Schwäbisch Gmünd. Es ist zu erwarten, dass der ICE nach wie vor hier halten muß, sonst werden die Orte keine Moneten für eine Neigetechnikausbau bereitstellen. Es ist aber die Frage, ob mit all diesen Zwischenhalten B-N-S immer noch schneller ist als B-F-S.

Um Gottes Willen! Bloß kein spezieller Neigetechnikausbau. Wenn schon Ausbau dann so, dass generell auch Fernzüge ohne Neigetechnik hier gut unter 2h oder noch kürzer fahren können. Denn wenn die ICE-T irgendwann man ausgemustert werden, ist wohl kaum davon auszugehen, dass man nochmal Neigezüge anschafft. Das ist aber meine danke Einschätzung.

Die Neigetechnik wurde doch speziell für solche Strecken geschaffen. Dort sind konventionelle Ausbauten für 15 min Zeitersparnis sehr viel teurer als GNT-Ausrüstungen und einzelne Kurven-Umbauten.

Dagegen spricht aber, dass eine Verbindung B-N-S auch lohnend sein könnte wenn die Strecke langsamer ist als via Frankfurt, weil die Albregion (und bei Verlängerung nach Zürich sogar das Neckartal bis CH-Grenze) eine Direktverbindung mit Berlin bekommt. Otto fährt ja lieber direkt und langsam als schnell mit Umstieg.

2. Sollte Nürnberg-Stuttgart schon in der Nullvariante ergeben, dass B-N-S schneller ist als B-F-S, dann kann man sich besser den NeiTech-Ausbau komplett sparen und dafür die Strecke entschärfen/begradigen und eingleisige Abschnitte verdoppeln. Von diesen Maßnahmen profitieren ja alle Züge, von Neigetechnik nur der Fernverkehr.

Ich halte wie gesagt eine Verbindung Dresden-Erfurt-Nürnberg-Stuttgart(-Zürich) für zielführender, eben weil Berlin und Stuttgart ja schon über Frankfurt gut verbunden sind.

Wobei das auch relativiert wird, wenn L42 einen Stundentakt bekommt. Dann wird L11 Stuttgart-Frankfurt-Berlin ggf. für eine Verdichtung auf der Rheintalbahn geopfert, eben weil man über Nürnberg etwa gleich schnell oder sogar schneller sein wird.


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