Situation Lindau-Memmingen mit grafischem Fahrplan. (Aktueller Betrieb)

Aphex Twin, Mittwoch, 16.06.2021, 10:01 (vor 1756 Tagen) @ lokuloi

Ich habe das Gefühl dass es hier viel um die Frage wieviel ein durchgehender Zug wert ist geht.


Ja, durchaus. Gefühlt: je länger der Weg, desto mehr wünscht man sich einen druchgehenden Zug, auch wenn das erstmal paradox klingt.

Im Stadtverkehr ist es völlig normal und Standard, dass man zwischen verschiednen Linien und sogar Verkehrsmitteln umsteigt.

Im SPNV ist es zumindest nicht unüblich, auch hier gerade, dass man nochmals in Bus/Tram/U-Bahn umsteigen muss.

Im FV ist es dagegen schon ein VOrteil, wenn man sitzenbleiben kann, sonst würde es Züge wie Berlin - Interlaken, Dortmund - Klagenfurt und ähnliches nicht geben. Am besten wäre das, wenn es in bestehende Linien integriert werden kann. Früher war das einfacher, da fast überall mit lokbespannten Zügen gefahren würde, heute scheitert es oft am Fahrzeugmaterial.

Gerade die hier dirskutierte Linie München - Zürich, würde sich nicht nur für Zürich - München - Wien, sondern auch für München - Zürich - Mailand und München - Zürich - Gef (- Lyon) anbieten. Es mangelt nur an geeigneten Fahrzeugen (bzw. an einer Weichenverbindung)

Meine Einschätzung ist dass man um mit dem MIV in Konkurrenz treten zu können man Flexibilität und eine Breite von Zielen anbieten muss. Flexibilität heißt dichter Takt über einen möglichst großen Teil des Tages für möglichst alle Start-Ende-Kombination. Und dies geht nur mit einer Art Hub-Spoke System wie dieses im Flugverkehr größtenteils organisch entstanden ist.


Prinzipiell ja. Die Mischung macht's. Auch in der Schweiz gibt es für die Verbindungen zwischen den größten Städten viele Direktverbindungen. Bei Allgemein dichtem Takt, kann man die auch mehr anbieten. Wenn es ins Ausland geht gibt es aber durchaus Einzelzüge (Zürich - Venedig, Zürich - Genua)

Andere Länder wie Frankreich bieten fast nur Direktverbidungen, Italien wiederum hat neben den Taktlinien fast aus jeder Großstadt einen Direktzug nach Mailand und/oder Rom.

In der Schweiz sind Zürich und Basel die Hubs für Verbindungen nach Deutschland, d.h. man nimmt erst Regional- und/oder Nahverkehr (inkl. Tram und Bus) zu diesen Bahnhöfen und steigt dort um in Fernverbindungen (ICE bis auf IC nach Stuttgart). An einem deutschen Hub (von Karlsruhe, Mannheim, Frankfurt, Stuttgart, München bis hinauf nach Hamburg und Berlin) steigt man dann wieder auf den Regional- und Nahverkehr um.

Ich habe nichts gegen Langläufer aber fast immer wird ein Umsteigen im Vor- und Nachlauf nötig sein (es sei denn man wohnt in Fussnähe zu einem ICE-Bahnhof. Der Knackpunkt sind immer grenzüberschreitende Fernverbindungen deren Durchbindung an fehlendem kompatiblen Fahrmaterial oder unterschiedlichen Pünktlichkeitsstandards, Ansprüchen an Anzahl Sitzplätze pro Klasse, Höchstgeschwindigkeit scheitert.


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