Da hat sich der Große Kanton mächtig über den Tisch ziehen (Aktueller Betrieb)

Henrik, Montag, 31.05.2021, 23:46 (vor 12 Tagen) @ Der Blaschke

wart mal, in den 90ern da war doch was????
-> ach ja die Deutsche Einheit, ok, aber ich habe Verständnis dafür, dass man das hinter den Bergen nicht so mitbekommt.

Man bekam das schon mit. Man war aber nicht glücklich.

Ach ja, SED-Gelder hat man natürlich auch gerne genommen.


https://www.google.com/amp/s/www.spiegel.de/spiegel/wie-die-schweizer-regierung-ueber-d...

https://www.spiegel.de/spiegel/wie-die-schweizer-regierung-ueber-den-fall-der-mauer-dac...
19.06.2017

interessanter Artikel.

Darum noch mal zur Erinnerung: Die Deutsche Einheit hat deutlich mehr Geld verschlungen, als zunächst befürchtet worden ist. Darum sind ganz andere für Deutschland weitaus wichtigere Verkehrsprojekte erst mal nicht weitergebaut worden. Beispielsweise die NBS Bamberg - Erfurt.

Ich sehe das ein wenig differenzierter..
Der gesamte Ostblock war zusammengebrochen und damit Wirtschaft- und Verkehrsverbindungen, was man nicht unbedingt so hätte kommen sehen (wohl dem, wer..).
zudem.. und das ist gravierend, war das Mobilitätsverhalten der Leute der neuen Bundesländer nicht so übertragbar von denen der alten Bundesländer - die Prognosen wurden nachjustiert.
1998 gabs einen Regierungswechsel hin zu einer linksgrünen Regierung, deren linker Anteil strikter Gegner des Projekts VDE 8 war.
Anstatt eines von den Grünen erwünschten Einstellung des Projekts kam es zum vorübergehenden Stopp.
Wie wir heute wissen, ist das Projekt nach Jahren Unterbrechung fortgeführt worden, zum Unwohlen der Grünen wohlgemerkt.
Diese Unterbrechung hat sehr sehr viel Geld gekostet, nebst Klimaschaden.
Wenns der Wirtschaft schlecht geht, dann hat der Staat erst recht zu investieren, vornehmlich in Infrastruktur.

Zu dem Thema an sich verweise ich auf diesen Beitrag von nebenan:


Da hat sich der Große Kanton mächtig über den Tisch ziehen lassen
geschrieben von: Der Zeuge Desiros
Datum: 18.05.21 08:29

"Beim seit langem geplanten Gäubahnausbau ging es hingegen nur um eine Fahrzeitverkürzung von etwa 7-8 min. Die Schweiz leistete ihren Beitrag von 2 min, indem man nun ohne Halt durch Bülach fährt, um Fahrzeitverkürzung durch echten Streckenausbau von etwa 5-6 min sollte sich allein Deutschland kümmern."

So ist es, Florian!

Schon heute ist der Schweizer Abschnitt deutlich langsamer als der deutsche. Trotzdem wird immer auf Deutschland gezeigt, dass da in Sachen Beschleunigung nichts passieren würde. Da hat damals in Berlin jemand tief & fest geschlafen und muss sich nun Vertragsbruch vorwerfen lassen.

Dass den Schweizern die Gäubahn von der Sache her aber in Wirklichkeit ziemlich egal ist sieht man daran, dass sich von dort so gut wie kein Widerstand gegen die jahrzehntelange Gäubahn-Kappung vor Stuttgart regte. Damit wären selbst drei Stunden Fahrzeit auf lange Zeit hin illusorisch. Aus Bern kam dazu aber nicht wirklich etwas.

https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?002,9727365,9727974#msg-9727974


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum