Situation Lindau-Memmingen mit grafischem Fahrplan. (Aktueller Betrieb)

Twindexx, St. Gallen (CH), Montag, 31.05.2021, 02:44 (vor 15 Tagen) @ Holger2

Hoi,

also wie gesagt, es handelt sich um ein Einzelzugpaar in Tagesrandlage. Östlich von Memmingen ist der Fahrplan heute auch ohne Neigetechnik weitgehend zu halten. Südwestlich von Memmingen ist es fahrplantechnisch ohne größere Störungen möglich, den Zug in Bregenz bis zu 10 Minuten vorher abfahren / später ankommen zu lassen.

Na gut, um 04:50 Uhr ab Bregenz eventuell schon. Ich weiss einfach, dass die derzeit noch existierende EC-Taktlücke unter Tags offenbar bei Dritt-EVU recht begehrt sein soll. Allerdings hat DB Netz offenbar für Nicht-Neigezüge die Trasse nicht konstruiert bekommen. Südwestlich von Memmingen einfach ein paar Minuten schieben, ist also offensichtlich nicht möglich.

Es handelt sich um die Fahrzeiten von heute. Mal schauen, ob die Schweizer es wenigstens bis Dezember endlich schaffen, ihren Teil des Locarnovertrages einzulösen, sodass die Fahrzeiten auf dem schweizerischen Teil dann 30 Min schneller würden.

1,) Ist es der Vertrag von Lugano, nicht von Locarno. Die Schweiz hat diesbezüglich ihre Vereinbarungen erfüllt.
2.) Ohne die Schweiz müsste sich die Westbahn auch via Memmingen nach Dieselloks umsehen, weil sonst nämlich gar nichts elektrifiziert worden wäre.
3.) Es liegt nicht an der Schweiz, die Zielfahrzeit von 3h30 umzusetzen, sondern an Alstom (dynamische Transition Grenze CH/AT mit ETCS BL3, bzw. dem STM für PZB/LZB/GNT) und an den ÖBB (Fertigstellung Ausbauten Lustenau-Lauterach, hier gab es eine Verzögerung durch Corona, die einige Arbeiten von 2020 auf 2021 verzögert hatten).
4.) Die Verzögerungen seitens Alstom und den ÖBB sind nur deshalb vollumfänglich auf den Abschnitt Bregenz-Zürich abgewälzt worden, weil der deutsche Abschnitt diesbezüglich keinen Spielraum für Flexibilität ermöglicht hat, während im Schweizer Abschnitt mit einer alternativen Trasse reagiert werden konnte.

Aber auch dann gilt: Gemessen an den schweizerischen Vorgaben wäre ein Stundentakt auf deutscher Seite gar kein Problem: Man könnte einfach jeden Zug für 20 Minuten auf die Seite stellen und hätte immer noch eine höhere Geschwindigkeit.

Die Vereinbarungen über die Zielfahrzeit erlaubt es keinesfalls, Züge einfach irgendwo 20 Minuten stehen zu lassen. Dies ist weder in Deutschland, noch in Österreich und auch nicht in der Schweiz vorgesehen. Deine Beiträge offenbaren hier grosse Polemik gepaart mit einem extremen Hang zur Unsachlichkeit.

Wenn du dir nämlich die tatsächlichen Durchschnittsgeschwindigkeiten der einzelnen Streckenabschnitte ansiehst, dann wird dir auffallen, dass deine Darstellung einem Faktencheck nicht standhält. Dabei kommt noch hinzu, dass wegen sehr knapper Fahrzeitreserven in den deutschen Abschnitten die Durchschnittsgeschwindigkeit eher höher ausfällt, allerdings macht dies auch den Betrieb instabiler.

Die Schweizer Streckenabschnitte werden mit einer hohen Geschwindigkeit zurückgelegt. So ist der Abschnitt Winterthur-St. Gallen schneller als Memmingen-Lindau. Und St. Gallen-St. Margrethen ist schneller als München Hbf-Buchloe.
Man sieht übrigens recht gut, dass kürzere Abschnitte eher geringere Durchschnittsgeschwindigkeiten haben, als Abschnitte mit längeren Distanzen. Das liegt daran, dass der Anteil vom Abfertigen des Zuges, Beschleunigen aus dem Bahnhof und in den Bahnhof hineinbremsen, in diesen kürzeren Abschnitten zeitlich mehr ins Gewicht fällt und damit die Durchschnittsgeschwindigkeit nach unten zieht.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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