Da "rächt" sich der Sparausbau (Aktueller Betrieb)

Alexander, Sonntag, 30.05.2021, 11:24 (vor 15 Tagen) @ Ost-Lok-Fan

die Strecke über Kempten ist zwar deutlich weiter (ca 45km?), aber dafür zweigleisig angelegt. Hier wäre eine kreuzungsfreie Führung möglich und man könnte sich die ganze Diskussion um das Ausstechen von Nahverkehr und Fernverkehr sparen.

Ich hab bis heute nicht verstanden, warum man den Weg über Memmingen gewählt hat. Allein Kilometer können da doch kein Hauptargument sein.

Naja, nur weil die eine Strecke zweigleisig ist, heißt es ja nicht zwangsläufig, dass es sich um die bessere Wahl handelt.

Die Strecke über Kempten ist von der Topographie wesentlich anspruchsvoller und damit auch wesentlich langsamer.
Für den schnellen Fernverkehr ist es daher nur sinnvoll, die Strecke über Memmingen zu nutzen. Zumal nur über Memmingen die mit der Schweiz vereinbarte Zielfahrzeit zu erreichen ist.

Es ist jedoch die berechtigte Frage zu stellen, aus welchem Grund man nicht eine umfassende Elektrifizierung des Allgäus angestrebt hat.
Zumal jetzt immer mehr Umsteigezwänge zwischen Diesel und E gibt (z. B. ab Dezember in Buchloe oder die Farce zwischen Kempten und Reutte). Auch die geplante Elektrifizierung zwischen Ulm und Kempten erzeugt wieder neue „E-Inseln“ mit zusätzlichen Umsteigezwängen.

Viele Grüße

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Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)


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