Bekommt die Westbahn im Allgäu dann Vorrang vor den EC? (Aktueller Betrieb)

Alexander, Sonntag, 30.05.2021, 18:25 (vor 15 Tagen) @ Twindexx

Hi,

DB Netz begründet den Wegfall der Rahmenvertragstrassen in ihren SNB mit der Durchführungsverordnung EU 2016/545.
Ich habe mich damals nicht im Detail damit beschäftigt, aber ich wäre der Meinung, dass es durch die Rahmenverträge dazu kommen könnte, dass eine bestimmte Infrastruktur zu 100% ausgelastet wäre. Dies würde gegen EU-Recht verstoßen, da damit z. B. neue Anbieter benachteiligt gewesen wären, weil diese nie eine Trasse bekommen hätten.

Angeblich arbeitet man jedoch an einem „Nachfolgeprodukt“, aber keine Ahnung wie hier Stand der Dinge ist.

Der Unterschied zwischen Schweiz und Deutschland ist halt, dass seitens der Politik in der Schweiz genaue Vorgaben inkl. der gesetzlichen Grundlagen geschaffen werden. In Deutschland überlässt die Politik den Bahnverkehr dem „Markt“. Daher gibt es keine vordefinierte Trassen, sondern es wird jedes Jahr neu ausgelost. Und wenn sich daran nichts ändert, ist auch der Deutschlandtakt nur eine schöne Grafik ohne Substanz dahinter.

Dadurch entstehen dann solche Stilblüten wie ein 628 an einem Autozug Niebüll - Westerland, weil dadurch der Zuglauf länger ist (der 628 fährt/fuhr als D-Zug weiter - meistens mit 0 Fahrgästen), als von RDC die mit ihrem Autozug nur Niebüll - Westerland fahren. Damit hat die DB mehr Trassen erhalten als RDC, weil diese den längeren Laufweg hatten.
Ich glaube dort wurde auch erstmals die „Versteigerung“ der Trassen angewandt. Dies bedeutet, der der am meisten zahlt, erhält am Ende den Zuschlag für die Trasse (da gleichwertige Verkehre und somit haben die vorher bestehenden Eskalationsvarianten nicht gegriffen).

Viele Grüße

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Es gibt Menschen, die geizen mit ihrem Verstand wie andere mit ihrem Geld. (Wilhelm Busch)


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