Nachfrage Allgäu im Nahverkehr (Aktueller Betrieb)

Murrtalbahner, Montag, 31.05.2021, 11:08 (vor 14 Tagen) @ 218 466-1

Es ist jedoch die berechtigte Frage zu stellen, aus welchem Grund man nicht eine umfassende Elektrifizierung des Allgäus angestrebt hat.
Zumal jetzt immer mehr Umsteigezwänge zwischen Diesel und E gibt (z. B. ab Dezember in Buchloe oder die Farce zwischen Kempten und Reutte). Auch die geplante Elektrifizierung zwischen Ulm und Kempten erzeugt wieder neue „E-Inseln“ mit zusätzlichen Umsteigezwängen.


Weil DB auf das Allgäu keinen Wert legt. Es ist jetzt aber auch nicht wirklich eine Eisenbahn-Region. Dazu kaum grössere Städte vorhanden. RE mit nur drei oder vier Wagen waren lange Zeit im gesamten Allgäu nicht beseonders gut ausgelastet. Auch aktuell reichen in den meisten Fällen 1-2 612, 642 oder gar 650 aus. Die vier Dosto auf München - Memmingen dürften etwas übernimensioniert sein.

Da muss ich doch eine Lanze für die Bahnreisenden im Allgäu brechen. Dass die DB keinerlei Interesse am Allgäu hat, hast du ja schon geschrieben.

In der Zeit von ca. 1995-2010 waren wir übers Jahr verteilt locker 10 Wochen im Allgäu und auch viel mit der Bahn unterwegs. Insbesondere in den Anfangsjahren waren die Züge sehr gut ausgelastet. An manchen Zügen im Zulauf auf München hat man sogar von/bis Kempten Verstärkerwagen beigestellt (später dann 612). Auch die ALEX-Züge waren sehr gut ausgelastet.

Dann hat man aber begonnen, das Bahnfahren den Fahrgästen systematisch zur Hölle zu machen. Monatelange Vollsperrungen mit elendslangen SEV-Fahrzeiten, nur um hinterher mit Neigetechnik langsamer unterwegs zu sein, als in der Lok-Wagen-Zeit, und Fahrpläne, die sich kein Mensch mehr merken kann, Anschluss- und Linienbrüche, Linienenden in Rötenbach statt Lindau usw.

Die Straßen im Allgäu sind voll, Potential gäbe es also genug.


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