grenzüberschreitender Bahnverkehr (Allgemeines Forum)

J-C, In meiner Welt, Dienstag, 16.08.2016, 22:23 (vor 3526 Tagen) @ lokuloi

Ach wenn es sich mit der Auslastung ausgeht, kann man das als Flügelverbindung verkaufen :-P Oder man macht den Zug nach Frankfurt als Dritte Alternierung. Erster Zug also Hamburg-Wien, zweiter Zug Hamburg-Budapest, dritter Zug Frankfurt-Wien.

Je nachdem, wie es sich mit dem Bedarf ausgeht.


Der Bedarf wird sich vorerst für 2-Stunden-Takt Prag- Berlin ausgehen. Dann wird man weitersehen. Die nächste logische Linie wäre dann schon nach Frankfurt.

Weil beispielsweise auch die Fahrtzeiten Berlin-Dresden eher unpraktisch sind. Doch der Ausbau auf 200 wird es etwas richten.


Nö. Muss ich das? Es gibt jedenfalls einen Zug der in DE, AT, CZ, SK und HU fahren kann und 230 km/h schnell ist. Damit kann ich _sehr_ viele sinnvolle Relationen abdecken. Ich würd' sogar sagen alle.

Wenn es nur noch diese Züge dann gibt, ist es ja super, Mehrsystemfähigkeit kostet ja nichts, kann man in jeden Zug einbauen, dann kann er auch überallhin.

Nein, es reicht sie in die Züge einzubauen, die zwischen diesen Ländern fahren sollen.

Und was, wenn in einem Land ein Zug nun dauerhaft nicht mehr gebraucht wird, im anderen aber schon? Könnte ja sein, aber aktuell ist das kompliziert, wenn es ein Einsystemer ist, der dann auf's andere Stromsystem umgerüstet werden muss und dann auch noch neu zugelassen werden muss. Also aktuell nicht praktikabel, wenn man hingegen sieht, wie es beispielsweise in Deutschland ist, wo es recht problemfrei ist, einen Zug gar vom einen Betreiber zum anderen zu holen...


Das wäre so, als würdest du von meinem Wunsch nach Vereinheitlichung ableiten, ich würde Zuggattungen komplett vereinheitlichen wollen und Güterverkehr und Personenverkehr mit identischem Material fahren lassen wollen, das ist was völlig anderes. Nein, es geht darum, dass eine Lok prinzipiell in jedem Land einen Personen- oder auch Güterzug fahren kann und das nicht aufgrund irgendwelcher Regularien nicht geht. Da gehen Österreich und Tschechien mit gutem Beispiel voran. Deren Loks lassen sich sowohl vor Personen- als auch vor Güterzügen beobachten.


Die meisten anderen machen es anders.

Nur weil es die meisten machen, muss es nicht gut sein.

Außerdem: die "Plattformen" der großen Hersteller können ja für verschiedene Anforderungen ausgerüstet werden. Ob dass jetzt eine Vectron ist, eine Traxx oder die Prima (?) von Alstom. Sie können bei allen europäischen Bahnen und vor allen Zuggattungen fahren. Aber je nach Anforderungen werden die Plattformen anders ausgerüstet.

Durchaus. Aber trotzdem gibt es immer wieder Fälle, wo es dann doch hilft, wenn eine Lok nicht auf ein Anwendungsgebiet beschränkt bleibt. Zumal es die Anzahl notwendiger Spezifikationen reduziert, wenn man nur ein Stromsystem und einen einzigen Vorschriftenkatalog für ganz Europa benötigt.

Du solltest den Status quo nicht als in Stein gemeißelt betrachten. Perspektivisch wird ein Stundentakt nach Prag mit Verdichtern zu einem Halbstundentakt beispielsweisei nicht ganz unrealistisch sein ;-)


Wer soll da mitfahren!?

So genannte Menschen.


Und die wollen plötzlich alle von Dresden nach Prag!?

Also die ganze Weltbevölkerung wird zum Glück nicht dahin wollen, aber wieso sollte die Auslastung es nicht hergeben? Praha-Ostrava wird offenbar auch gut genutzt.

Für richtig weite Strecken ist das Flugzeug perspektivisch gesehen natürlich besser. Aber es geht beispielsweise darum, dass man mit dem Transrapid recht leicht Inlandsflüge substituieren kann durch etwas umweltfreundlicheres, welches auch noch sich gut mit der Schiene verknüpfen lässt. Gerade bei hohen Geschwindigkeiten wird ein Transrapid wirtschaftlicher als ein schienengebundener Hochgeschwindigkeitszug.


Dass man Inlandsflüge gut durch Schienengebundenen HGV ersetzten kann beweisen Frankreich, Spanien und Italien jeden Tag aufs neue. Und auch in DE gibt's keinen Grund mehr Frankfurt - München, Hamburg - Berlin, Frankfurt - Hamburg oder Köln - Stuttgart zu fliegen.

Aber Hamburg-München beispielsweise wird eher weiterhin mit dem Flugzeug gefahren. Oder Hamburg-Frankfurt. Oder Hamburg-Zürich. Per Transrapid könnte das den Flugverkehr auf den Relationen wegnehmen. Und seien wir uns mal ehrlich, Köln-Frankfurt, München-Frankfurt, Hamburg-Berlin. Man braucht da tatsächlich nicht mehr als 230, wenn man den Flugverkehr rauswerfen will, schließlich ist zur reinen Flugzeit die Zeit für Checkin-Checkout und die meist längeren An- und Rückfahrten dazuzurechnen und zack ist der Zug doch attraktiver. Das zeigt sich eben bei solchen kurzen Distanzen. Frankreich hat dann eben tatsächlich so schnelle Züge, dass diese durchaus ebenso das Flugzeug rauswerfen können. Aber je länger die Distanz, desto weniger wird das passen. Zumal wie gesagt der Verschleiß der Schienen und in gewisser Weise auch der stromverbrauch beim Transrapid im Vergleich zum ICE sinkt. Der größte Vorteil ist, dass ein Transrapid eine hohe Geschwindigkeit schneller erreicht als ein ICE oder auch TGV. Beim Schauen auf die Wikipedia fiel mir jedoch gleichzeitig auf, dass man da einen Unterschied zwischen Transrapid und Magnetschwebebahn macht... und die Magnetschwebebahn könnte da noch wirtschaftlicher sein. Wie auch immer ist die Magnetschwebebahn, wenn man diese Idee an sich gut umsetzt und weiterentwickelt (oder erst weiterentwickelt und dann umsetzt, was an sich praktikabler ist) doch eine zukunftsfähige Sache, wie ich finde.

Aber spätestens zwischen Praha und Cheb wird es notwendig, dort ist ja selbst der Fernbus schneller


Meine Rede. Erstmal muss in Tschechien Prag - Pilsen auf ein höheres Niveau gebracht werden, was auch für innertschechische Verkehre sinnvoll ist. Dann kann man weiter sehen.

Wobei Prag-Brno glaube ich mehr Perspektiven hat.


Prag - Brno ist für tschechische Verhältnisse schon recht schnell.

Praha-Ostrava ist für tschechische Verhältnisse eher recht schnell. Praha-Brno mach eschon einen ziemlichen Schwenker, früher war die direktere Route jedoch auch noch langsamer...

Warst du schonmal in Tschechien?


Ja. Und, da hab ich dir was voraus: ich war sogar schonmal in der Tschechoslowakei.

Naja, so viel voraus hast du mir nicht, denn das Tschechien jetzt ist anders als das Tschechien früher.


Hab ich was anderes behauptet? Ja: insbesondere Prag hat sich extrem weiterentwickelt. Während man Ende der 90er noch "deutlich" den Ostblock gespürt hat, merkt man jetzt fast keinen Unterschied mehr zu Wien oder München.

Nicht umsonst ist Prag die wirtschaftsstärkste Region der ehem. RGW-Staaten. Ich glaube mit einem BIP pro Kopf von 160% des EU-Durchschnitts. Durchaus beeindruckend die Entwicklung.

Tjaa, wenn die Tschechen was neu machen, ist das gaar nicht so schlecht.


Jan-Christian...

...den es ganz generell etwas langweilt, die ganze Zeit diskutieren zu müssen und überlegt, es lieber sein zu lassen. Aus Faulheit...


Du musst diskutieren;-)? Steht jemand mit der Peitsche hinter Dir? Auch in Hodonín ist' schön Wetter, oder? Geh raus, mach was. Lern Tschech(inn)en kennen ;-). Du musst nicht vorm Computer sitzen. Ein bisschen Pause kann sicherlich nicht schaden..

Ciao,
Uli

Dazu ist es nun etwas spät. Morgen bin ich aber wieder auswärts.

Ich meinte allgemeien, dass ich in dem Thread hier im Grunde nur noch argumentiere und das wird mir langsam etwas fad. Da kann man quasi eine endlose Diskussion führen...

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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