Muß man das? (Allgemeines Forum)

heineken, Montag, 15.08.2016, 11:10 (vor 3522 Tagen) @ Alphorn (CH)

Wie schon in meinen anderen Beiträgen erklärt: Selbst wenn es bei den Fahrzeugen keinen grossen Unterschied machen würde (was es aber tut) - allein die viel teurere Infrastruktur für 15 kV/16.7 Hz (man muss ein separates Hochspannungsnetz aufbauen) rechtfertigt 25 kV/50 Hz, was die existierenden Hochspannungsleitungen mitbenutzen kann.

Muß man ein separates Hochspannungsnetz aufbauen? Dir wurde in diesem Thread doch bereits entgegnet, daß das auch mit Umformung aus dem Landesnetz funktioniert. Und heute auch notwendigerweise nicht mehr mit rotierenden Umformern. Gucke dich mal bei Spezialisten wie ABB um, was die an statischen Umrichtern inzwischen bauen! Wenn das nicht wirtschaftlich wäre, gäbe es bis heute bspw. keine HGÜ!

Also liefe es am Ende darauf hinaus, bestehende Gleichrichter-Unterwerke durch Umformwerke, in weit größerem Abstand als bei DC notwendig, zu ersetzen.

Im Übrigen – das gilt primär für zusätzliche /Neu-Elektrifizierung – muß ein Landesnetz, welches man »mal eben mitbenutzt« auch die Kapazität haben. Welcher Netzbetreiber fährt hier denn unwirtschaftliche Vorratspolitik? Im Zweifelsfall müssten also sowieso neue Trassen gebaut werden.

Was bleibt nun von diesem Diskurs? PETT ist tot, Zusatzmasse durch 16,7 Hz Traktionstransformatoren selbst bei xEMU scheinbar in erträglichem Bereich, Betrieb von Zweifrequenzfahrzeugen im Grunde kein Problem (und hier haben ABB /Stadler sogar Vorteile mit ihren NV-Stromrichtern).
So what?


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