[OT] :-D (Allgemeines Forum)

J-C, In meiner Welt, Montag, 15.08.2016, 09:48 (vor 3535 Tagen) @ Henrik

das ist nun alles nicht der deutschen Sprache entsprechend, man kann es nicht so aussprechen wie es geschrieben steht, folglich würde es jedem deutschen von Natur aus schwer fallen.

Ach, so wie die deutschen Ortsnamen Soest, Buckow oder auch Schaephuysen? Gerade bei Letzterem fällt mir dann die korrekte Aussprache
deutlich schwerer als bei Hodonín.


..wo es ja auch schwer fällt.

Ist es jetzt schwer, Hodonín auszusprechen? Nur weil ein Akzent auf eine Betonung auf's i zeigt, muss es nicht unaussprechbar sein.

Ich meine, nennt's Göding, nehmt statt Breclav auch gleich Lundenburg, statt Česke Budejovice "Budweis", aber wenn man wiederum die Aussprache solcher Orte drauf hat, dann kann man ruhig auch den Ort in der jeweiligen Landessprache aussprechen. Dann weiß man auch, nach welchem Ort man zur Not einen Einheimischen fragen kann oder was fas alles für komische Orte sind, die da am Bahnhof vorkommen :-P

klingt ja auch nur logisch, beweist nur, dass der Ursprung so deutsch nicht sein kann,
der erste Teil kommt aus der keltischen Sprache, das y womöglich slawischem Einfluss oder aus der französischen Zeit.
deutsch würde man es heute natürlich anders schreiben, das leuchtet jedem ein.
Die Schreibweise Soest passt nicht zur deutschen Sprache, deutet auch auf nicht-germanischen Ursprungs hin.
Buckow ist ein slawischer Ortsname - sowas ist aber recht bekannt.

Es gibt ja auch Montabaur, Sarlouis und andere lustige Ortsnamen, die in Deutschland liegen. Was macht man mit denen? Eindeutschen? :-D

Ganz ehrlich, wenn die Polen polnische Namen aussprechen können, dann können das auch die Deutschen. Wenn die Franzosen französische Namen aussprechen können, dann können das die Deutschen ja wohl auch.

warum? weil die Deutschen eh besser sind, mit der Geburt jede Sprache der Welt bestens beherrschen, was alle anderen nicht können? Wahnsinn.

den Text aus dem Zusammenhang gerissen und ad absurdum uminterpretiert


Missverständnis muss vorliegen - es blieb beim Kontext.
der zur Schau gezeigte Chauvinismus is unter aller Sau!

Chauvinismus? Jetzt belaste mich nicht mit solchen Begriffen! Nein, es liegt keinem elitären Denken zu grunde sondern der naiven Annahme, dass jeder Mensch prinzipiell jede Sprache aussprechen kann, wenn er es denn will. Aber wenn es nicht gewollt ist, dann übersetzt man es halt in seiner eigenen Sprache, wenn man damit mehr leben kann, als sich etwa mit anderen Sprachen auseinanderzusetzen.

nicht Ein.. sondern Ausdeutschung wurde gefordert, ohne erkennbaren logischen Grund.

Naja, es sind Polnische/Tschechische Ortsnamen. Warum sollte man die nicht bei ihren offiziellen Namen nennen? Wo liegt denn da das logische problem? "Nur weil es früher mal so genannt wurde," ist kein logischer Leitsatz um den Status quo beizubehalten.


wer das privat für sich machen möchte, dem steht das doch auch frei - er wird nur mit den Konsequenzen leben müssen, eben dass ihn kaum jemand verstehen wird.
Hier wurde ein Dogmatismus vom Zaun gebrochen, die offiziellen deutschen Ortsnamen mit deutscher Aussprache fortan völlig ohne weitere logische Begründung nicht mehr zu benutzen, sondern stattdessen in der aktuell jeweiligen vorherrschenden Landessprache, die für uns Deutsche kaum auszusprechen ist.
Der logische Sinn ist vorne und hinten nicht zu erkennen.

Ich habe vor allem hinterfragt, wieso man auf Biegen und Brechen alles auf Deutsch aussprechen will. Jetzt bin ich zur Erkenntnis gelangt, dass es an der Faulheit liegt, sich mit anderen Sprachen zu befassen. Wenigstens mit der Sprache der Nachbarländer sollte man etwas anfangen können. Da macht uns die Bahn auch mal wieder was vor. Also meistens, die Ungaren verwenden statt Wien noch heute Becs.

Wenn ich hingegen in Breclav (okey, ich war auch faul und hab den Akzent nicht eingefügt ^^) nun beispielsweise die Ansage für den EC nach Budapest höre, dann sagt man gleich "Budapest keleti paliaudvar", korrekt auf ungarisch ausgesprochen. Auf der anderen Seite der Thaya tun die Wiener Ansagen es mit der digitalisierten Stimme von Chris Lohner ja genauso... komisch, wo die Ansagen in Tschechien nur auf Tschechisch, englisch und manchmal noch deutsch laufen. Aber nicht auf ungarisch.

Und ungarisch ist eher nicht so die typische slawische Sprache, wo es doch eine Mischung aus dem Finnischen und Mongolischen ist...

hört sich nach einem Europa der Kulturen an - umso weniger nachzuvollziehen, dass Du die hiesige so drastisch beschneiden möchtest..

Was hat die deutsche Kultur denn mit nichtdeutschen Städten zu tun?


es ging um die deutsche Sprache, welche elementarer Bestandteil der Deutschen Kultur ist.

bei ihm ging es bislang nie um nichtdeutsche Städte,
andere Beispiele ohne deutscher Historie wurden aber auch bereits genannt, Moskau passt da auch gut rein.

Wenn es jetzt so schwer ist, Moskva richtig auszusprechen...

Scheint so, als ob die Mehrheit der Deutschen ausschließlich Deutsch und vielleicht etwas Englisch lernte, sodass er es noch hinkriegt "Sänk ju for Träwelling wis sö Deutsche Bahn" zu sagen...

Okey, das war jetzt überspitzt ausgedrückt und ich denke auch, dass es in der Sache an sich kein Richtig und kein Falsch gibt, ja richtig, das sag ich einfach so, nachdem ich zuerst der Meinung war, dass es vielleicht besser ist, man spricht einen Ort gleich in der jeweiligen Landessprache aus...

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Umwege erweitern die Ortskenntnis ~ Kurt Tucholsky


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