Grenzüberschreitender Bahnverkehr = Lachnummer? (Allgemeines Forum)

Murrtalbahner, Sonntag, 14.08.2016, 12:31 (vor 3524 Tagen) @ Oscar (NL)

Dank Oscar, dass Du meine Aussage zu diesem Thema aufgegriffen hast.

Technik ist nicht so mein Ding, deswegen von mir nur ein paar einfache Überlegungen:
Ist es nicht eher so, dass die unterschiedlichen Stromsysteme ein lösbares Problem sind? Es gibt ja durchaus Lokomotiven, die rein vom Stromsystem her nahezu ganz Europa befahren können - wenn, ja wenn sie die Zulassung in den unterschiedlichen Ländern bekommen würden. Da fangen doch die Probleme an: Als viel schwierige empfinde ich die unterschiedlichen (teils lächerlichen) Vorschriften an den Eisenbahnbetrieb. Ebenso die unterschiedlichen Sicherungssysteme und nicht zuletzt vielleicht auch der politische (Un)Wille einen deutschen ICE im französischen TGV-Land zuzulassen.

Es ist ja nicht so, dass es nicht möglich wäre, Fahrzeuge mit vertretbarem Kostenaufwand für einen Grenzverkehr zwischen Deutschland, Frankreich, Schweiz, Belgien, Niederlander usw. zu bauen und in den Betrieb zu bringen. Ein regionales Nahverkehrsnetz mit grenzüberschreitendem Verkehr z.B. im Raum Karlsruhe/Straßburg, Basel, Konstanz, Aachen, Venlo, Emmerich, Frankfurt (O) oder Stettin scheitert doch nicht an der Technik sondern am Unwillen der Beteiligten. Teilweise wird/wurde das ja schon gemacht. Aber wenn man lieber monatelang die letzten 3km nach Stettin einen SEV mit 45 Minuten Verzögerung einrichtet, anstatt nochmal einen 628er vom Abstellgleis zu holen, dann hilft auch kein einheitliches Strom- und Signalisierungssystem mehr.


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