Langstrecke gibts nicht in Schweiz, nur in Nachbarländern (Allgemeines Forum)

L.Willms, Freitag, 05.12.2014, 17:16 (vor 4162 Tagen) @ Alphorn (CH)
bearbeitet von L.Willms, Freitag, 05.12.2014, 17:17

Der grosse Unterschied: Zum Arbeitsplatz fährt man 200 mal im Jahr. In eine 500 km entfernte Stadt (Paris-Lyon) fahren die meisten nur wenige Male im Jahr.

Die meisten ja, aber einige oder gar viele täglich, weil sie in Lyon wohnen und in Paris arbeiten oder umgekehrt.

Langstrecke ist auch sehr relativ.

Ich schrieb ja schon, daß man die Schweiz nicht auf eine Stufe stellen darf mit einem richtig großen Land. Wenn man die weitgehend umwegsamen Alpen abzieht, dann besteht die Schweiz aus einem Verdichtungsband zwischen Genf im Südwesten und St. Gallen im Nordosten, und das sind auf der Straße ca. 360 km, Fahrzeit 4 Stunden, und das ist schon die größte Entfernung zwischen einigermaßen wahrnehmbaren Städten. Mit dem Zug braucht man für die Strecke ebenfalls ca. 4 Stunden. 31 Abfahrten zwischen 5 und 22 Uhr, davon 9 mit Umsteigen)

Paris - Lyon auf der Straße 465 km (nach Viamichelin), Fahrdauer knapp 5 Stunden. Mit der Bahn (TGV) 1h50 bis 2h15, mit 35 Abfahrten zwischen 5h und 22h, und das ist nur eine mittlere Entfernung in Frankreich.

Richtige Entfernung innerhalb eines Landes sind z.B. Freiburg i.Breisgau - Flensburg: 920 km (Auto: 9 Std, Zug ab 8 Std wegen der Bummelei nördlich HH, was man in 5h46 erreichen kann), Freiburg i.Brsg. Stralsund über 1000 km.

Oder Paris Marseille, je nach Strecke 770 bis 820 km Straße, in 8 bis 9,5 Stunden, aber mit direkten TVG 17 mal zw. 5 und 22 Uhr in 3h05 bis 3h22 plus 8 Umsteigeverbindungen in 3h27 bis 4h18.

Und wenn ich das richtig sehe, fahren da vorzugsweise Dosto-TGVs mit ich weiß nicht wievielen Sitzplätzen.

Die Schweiz ist eben ein kleines Ländle, und sollte nicht als Maßstab für mittelgroße Länder herangezogen werden. WElche aber aufgrund des Hochgeschwindigkeitsverkehrs zusammenschrumpfen, auf Zeitmaße, die kleiner sind als die der Schweiz. Wenn es in der Schweiz Fernverkehr gibt, dann durch die langlaufenden Züge aus Nachbarländern, die auch ein Stücklein ihres Weges durch die kleine Schweiz zurücklegen.


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