Artikel: "HGV-Züge zerstören das europäische Bahnnetz" (Allgemeines Forum)

guru61, Arolfingen, Freitag, 28.11.2014, 19:40 (vor 4169 Tagen) @ naseweiß

Die Schweiz stinkt nach Geld. Können sich dicke Autos leisten und damit sinnlos herumgurken und außer der HVZ leere Züge herumfahren lassen um überall ganztags einen 30-min-Takt zu haben.

Kannst das doch mal den Griechen usw. vorhalten, wieso sie nicht so toll sind.

Und was willst du damit sagen?
Dass die Griechen vom Lieben Gott zur massiven Verschuldung geprügelt wurden, und sie nicht die S..bande, die sie jahrzehntelang regierte, immer wieder gewählt haben?

Und das andere, wegen den Schweizern:
Auch bei uns wächst das Geld nicht in der Anusfalte, sondern musste erwirtschaftet werden. Für ein Land ohne Rohstoffe wie Eisen, Kupfer und Kohle war das nicht immer einfach!

Nachdem die Politik in den 70er Jahren von HGV Strecken schwärmte, wurde dann bald klar, dass dies nie vom Volk angenommen würde. Denn der Schweizer ist noch knauseriger als die Schwäbische Hausfrau.
Wenn er keinen Vorteil für sein Steuergeld sieht, dann sagt er Nein!
Und da ihm das Steuern zahlen in der Regel weh tut, er bekommt nämlich jedes Jahr eine Rechnung und muss die Steuern in 3 Raten bis September bezahlen, bleiben ihm die Steuern immer im Hintergrund präsent.
Also wurde die Politik dazu gezwungen, das vorhandene Geld so auszugeben, dass möglichst viele was davon hatten.
Darum entstand das Konzept Taktfahrplan und später Bahn 2'000.
Ich glaube, wir können nicht sagen, dass wir da viel falsch gemacht haben:
Für das Geld eines S 21, konnten wir das ganze Netz auf bahn 2'000 ausrichten.
Dies zeigt sich auch in den Subventionen, die für jeden Passsagier aufgewendet werden müsssen: Laut der „Eisenbahn Revue international“ (2/2011, Seite 93, es wird das „Primon-Gutachten zitiert) wendet die Schweiz 2,4 Cent pro Personenkilometer Bahn auf, Deutschland hingegen ca. das Dreifache, nämlich 7.0 Cent!

Das war auch in der Schweiz ein Paradigmenwechsel, dass man zuerst den Fahrplan festlegt und dann erst die Ausbauten bestimmt, die dafür nötig sind.

Und trotz allem geben wir noch Geld ins Ausland, um die Zulaufstrecken auszubauen:
http://www.srf.ch/news/schweiz/wie-die-schweiz-das-europaeische-bahnnetz-mitfinanziert.

Warum nun meine Frage, ob man sich in Deutschland nicht überlegen soll, die knappen vorhandenen Gelder dort anzulegen, wo sie auch die grösste Wirkung haben, dich in Rage bringt, musst du mir schon genauer erklären.

Gruss Guru


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