So erklär ich mir das: (Allgemeines Forum)

Oscar (NL), Eindhoven (NL), Montag, 01.12.2014, 10:44 (vor 4168 Tagen) @ flierfy

Alphorn (CH):

Beides richtig (allerdings sind 160 km/h nicht ganz so selten wie Du sagst). Die geringere Spreizung ist aber ein Rezept, welche auch in Deutschland angewendet werden könnte und schon ist der Bedarf nach SFS deutlich weniger dramatisch. SFS sind nicht nötig, um den SPV zu "retten". Ja, Fahrten über lange Distanzen werden dadurch langsamer, aber die Schweiz zeigt, dass es ausreicht, schneller als das Auto zu sein.

flierfy:

Die Schweiz zeigt gerade, dass das eben nicht ausreicht. Die Bahn ist wenn überhaupt nur zwischen ein paar wenigen ausgewählten Bahnhofspaaren schneller als das Auto. Und dann auch nur von Bahnhof zu Bahnhof.

Bin ich mir nicht sicher.

In CH wird das Auto auch anderswie unattraktiv gemacht (oder wie man möchte: die Bahn attraktiv). Parkgebühren, Vignette, Spritkosten. Alphorn (CH) weiß wohl mehr davon.

Meistens sieht es so aus wie zwischen Basel und Chiasso, wo die Bahn eine geschlagene Stunde auf den MIV verliert.

Klar, zwischen Rotterdam und Groningen wird unsere Bahn wohl auch langsamer sein als das Auto. Aber diese Langstreckenverbindung ist auch nicht Prio 1 der NS (das war auch einer der Gründe, warum statt der Zuiderzeelinie Amsterdam-Groningen nur die abgespeckte Hanzelinie Lelystad-Zwolle gebaut wurde = diese hat fast dieselbe Netzwirkung aber kostet deutlich weniger).
Schwerpunkt sind die Randstadstrecken in der HVZ. Dort wird ein dichter Takt angeboten. Aufgrund der kurzen Reiseabständen verzichtet man auf Rennbahnen und investiert man in Kapazität.

Hinweis: ja, es gibt die HSL-Zuid, aber die wurde zuerst für den Schnellverkehr nach Paris gebaut; der IC Direkt ist mehr oder weniger ein nettes Bonus.

Was hättest Du - bei gleichem Budget - anders gemacht?

Ich hätte ein zusammenhängendes Kernnetz durchgehender SFSen gebaut, das von Frankfurt/M aus zunächst nach Hannover und Stuttgart, später auch nach Köln reicht. Von diesem Kernnetz aus würde man mit der Zeit die Äste weiter treiben nach Hamburg, Berlin, München, Aachen und Duisburg.

In Italien gibt es ein solches Netz. Ich berichtete schon eher; suche einfach mal auf dem Begriff "Schienenautobahn".
Turin, Mailand, Bologna, Florenz, Rom und Neapel kann man mit einer einzigen Strecke verknüpfen. Leider ist das mit den von Dir genannten Städten nicht möglich, oder nur wenn man einen Vielfalt ausgibt von dem Betrag, was die Italiener ausgegeben haben.

Zudem ist die Frage, wer damit geholfen sei. Vermutlich nur die Jungs die dreistellige Kilometerzahlen verreisen. Wenn Alphorn (CH) aber beziffert, dass eine durchschnittliche Bahnreise nur 40 km ist, durfte die "three digit club" relativ wenig Mitglieder haben.

Wie lange ist eigentlich eine durchschnittliche FV-Reise in Deutschland?


gruß,

Oscar (NL).

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Mit den neuen IC-Triebwagen wird alles besser !!

Trans-Europ-Express 2.0? Abwarten und TEE trinken!

Schienenstränge enden nicht an einer Staatsgrenze, sondern an einem Prellbock.


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