ICx oder Twindexx auf die NIM (Allgemeines Forum)

Twindexx, St. Gallen (CH), Mittwoch, 27.02.2013, 15:17 (vor 4796 Tagen) @ Mario

Hoi,

Und ich stelle meinerseits fest, dass Stadler überhaupt keinen Zug für 249km/h om Portfolio hat und diesen somit auch erst entwickeln muss. Dass man mit solch einer umfangreichen Neukontruktion abgeblich billiger sein soll, halte ich für eine reine Behauptung.

Stadler ist derzeit schon daran, in den Schweizer Werken die Aufträge zu strecken. Ab nächstem Jahr wird Stadler ein Auftragsloch in den Schweizer Werken haben, wenn kein grösserer Auftrag reinkommt.
Beobachter gehen deshalb davon aus, dass Stadler einen Kampfpreis offeriert hat. Damit kann man dann die anderen Offerten eben schon unterbieten im Preis. Siemens dagegen hat einen Grossauftrag im Haus und wäre nicht direkt auf den Auftrag angewiesen. Von Siemens dürfte wohl eher kein Kampfpreis zu erwarten sein.
Ausser Siemens sähe es als so enorm wichtig an, im Schweizer Markt bleiben zu können. Dann könnten sie entweder wie Bombardier vor drei Jahren beim FV-Dosto, einfach das deutlich bessere Produkt anbieten, oder ebenfalls mit dem Preis runtergehen.
Ich wäre einfach aus Fahrgastsicht für ein möglichst gutes Produkt. Da mir Stadler auch bei ihren Fernverkehrszügen zu Regionalverkehrsmässig rüberkommt, wäre eine schöne auf die SBB zugeschnittene ICx-Variante eine gute Wahl. Und wenn nach dem Bundesgerichtsurteil auch noch auf die speziell tiefen Einstiege verzichtet werden könnte und somit auf eine komplizierte Spezialversion verzichtet werden könnte, wäre das gar nicht so schlecht.

Und einen Zug in großem Umfang für 249km/h zu entwickeln dürfte wohl immer noch weit teurer sein, als bei einem bereits bestehenden einen Tiefeinstieg zu entwickeln.

Das muss für Stadler aber keinen direkten Gewinn abwerfen. Bei so einem Auftrag geht es für Stadler mehr darum, im Marktsegment der druckertüchtigten Hochgeschwindigkeitszüge einen Fuss in die Tür zu bekommen. Wenn erst künftige Aufträge, die auf dieser Konstruktion aufbauen, die Gewinne einbringen, dann reicht das aus.
Stadler-Rail-Chef Peter Spuhler ist diese Schlitzohrigkeit in der Preiskalkulation jedenfalls zuzutrauen (es wäre ja nicht das erste Mal, dass Stadler so handelt).

Der ICx für die DB wird doch aus Stahl gebaut.

Ja, aber das ist auch keine Siemens-Konstruktion.

Und im Gegenzug muss auch Stadler damit rechnen, dass man die Vorarbeiten für eine Neuentwicklung für einen 249km/h-Zug umsonst macht, wenn man bei der SBB nicht zum Zug kommt.

Das war schon bei der FV-Dosto-Ausschreibung so. Die Pläne des FV-Dosto hat Stadler immernoch in der Schublade. Irgendwann ergibt sich eventuell wieder die Möglichkeit diese Konstruktion anzubieten. Man musste das dann vielleicht kurzfristig abschreiben, kann jedoch langfristig eventuell doch Profit draus schlagen.


Grüsse aus der Ostschweiz.

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Aktuell im Einsatz auf den Linien IC 1, IC 2, IC 3, IC 21, IR 13, IR 15, IR 27 und IR 70:
Der SBB FV-Dosto.


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