ICx oder Twindexx auf die NIM (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 26.02.2013, 01:50 (vor 4797 Tagen) @ Twindexx

Servus,

Naja, die IC-Dosto werden auch bei DB-Regio gewartet werden. Ich denke schon, dass das eine Rolle spielt.


Das war auch eine sonst nie gesehene DB-übergreifende Zusammenarbeit. Wenn die (Fahrzeug-)Not gross wird, wird man plötzlich kreativ.

Bei den IC mit VT 612 gab es das auch schon und beim aktuellen MüNüX, dessen Wagen bei DB-Fernverkehr in Dortmund stationiert sind. Die DB-Fernverkehr/DB-Regio Zusammenarbeit ist also nichts ungewöhnliches.


Es wäre sogar denkbar, dass kein Hersteller zum Zug kommt, sondern der Zuschlag an die DB-Fernverkehr erteilt wird. Vielleicht haben die ja ein Inklusiv-Angebot mit Wartung und Lieferung der Fahrzeuge abgegeben. Das wäre für DB-Regio natürlich sehr passend.

Das wäre praktisch die Fortsetzung der bisheringen Zusammenarbeit. Abgesehen vom ZuB ist beim MüNüX nichts von DB-Regio. Wahrscheinlich wird es so bleiben, nur eben mit ICx statt 101 mit IC-Wagen.


Ich kenne nur leider nicht die Anzahl Angebote, die die DB erhalten hat. DB-Regio wird anschliessend das Angebot auswählen müssen, dass die geforderten Kriterien am besten erfüllt. Und da gibt es im Moment sehr viele Möglichkeiten und diese müssen nicht zwangsläufig einen ICx beinhalten.

Sehr viele Möglichkeiten glaube ich nicht. Bombardier-Twindexx, DB-Fernverkehr-ICx und ggf. Siemens-ICx. Wer sich sonst noch mit welchem Fahrzeug beworben haben könnte, fällt mir nichts ein.

Der jetzige MüNüX ist übrigens 177,5 Meter lang (inkl. Lok). Der ICx nur 168.8 Meter.


Der ICx hat jedoch keine Lok, die vernachlässigbar ist, da dort keine Reisenden unterkommen müssen.

Die kürzesten Bahnsteige 170 Meter.


Die kürzeste Nutzlänge ist 163 m. Das steht in der Datenbank der DB zu Ingolstadt Nord, Gleis 5 (Gleis 4 hat 165 m Nutzlänge): http://stredax.bahn.de/ISRViewer/svg?requestType=getAttrGeneric&userId=136179434504...

Ob nun eine Lok oder ein Teil des Endwagens außerhalb der Nutzlänge steht ist einerlei. Bei defektem Steuerwagen mit Sandwichbespannung hat der MüNüX sogar 186,6 Meter Länge. Die Nutzlänge vom ersten bis zum letzten Einstieg ist aber nur 158,4 Meter. Insofern wäre sogar der von mir einst vorgeschlagene ICE2 (Nutzlänge ca. 162 Meter (6 Wagen je 26,4 m + Enstieg am Steuerwagen)) möglich gewesen.
Man müsste den Abstand beim ICx zwischen erstem und letzem Einstieg kennen, da die Türen an den Endwagen aber weit hinten sind, sind das mit Sicherheit weniger als 163 Meter.

Aus dem anderen Beitrag von Dir übernommen:

76 cm. Damit wird es schwierig für den Twindexx. Ich bin überhaupt gespannt, wie das bei den EC-München-Zürich in München, Buchloe und Memmingen funktionieren soll.


Das geht ganz einfach: Die TSI lässt es zu, dass der Einstieg 160 mm unter der Perronkante liegen darf. Somit sind die 600 mm über SOK des Twindexx für 760-mm-Perronhöhen zulässig. Du wirst dann also einfach eine schöne Stufe auf den Bahnsteig rauf- oder in den Zug runtersteigen dürfen.

Ich kenne das von den 650 in Ulm. Angenehm ist das nicht gerade.


Das gilt dann übrigens sogar als barrierefreier Einstieg (auch wenn die Fahrgäste das anders sehen dürften). Die BEG hat nämlich zwischen Würzburg und Frankfurt folgendes verlangt:
- Barrierefreier Zustieg ab 76-cm-hohen Bahnsteigkanten.
Die kommenden TWINDEXX-Vario-Triebzüge werden in den Endwagen 600-mm-Einstiege und in den Mittelwagen 1150-mm-Einstiege aufweisen. Die BEG hat ja nicht verlangt:
- Einstiege auf 76 cm Höhe.
Das sind so die feinen Unterschiede in der Formulierung, die eben entscheidend sind. Bei der MüNüX-Ausschreibung steht auch nur, die Züge müssen barrierefrei ab 76-cm-Bahnsteigen zugänglich sein. Dies kann dort allerdings auch mit einem Hublift erfolgen.

Bei den EC-Halten gibt es Hublifte vor Ort, jedoch nicht u.a. in Kinding und Allersberg. Dann müsste man schon Hublifte im Zug einbauen, wie man es z.B. bei einzelnen n-Wagen gemacht hat.
Überhaupt ist das "Barrierefrei" ein Schmarrn denn zu viele alte Bahnsteige, haben unterschiedliche Höhen. Auf der Strecke Coburg-Bad Rodach fährt nun agillis mit 650 statt DB-Regio mit 628. Bei einigen Stationen ist der Unterschied nur, dass man nur noch eine Stufe steigen muss. Ein Rollstuhl kommt auch in den 650 nicht ohne fremde Hilfe rein und raus.

Nutzlänge und Einstieg passen also sowohl bei ICx, als auch beim Twindexx. Für eins von beiden wird sich DB-Regio wohl entscheiden. Ob die dann auch zum Einsatz kommen, entscheidet die BEG, da sich andere EVU evtl. mit gemieteten 183 und RJ-Garnituren bewerben.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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