OT: gewinnbringender FV und defizitärer NV (Allgemeines Forum)

Henrik, Freitag, 22.02.2013, 03:30 (vor 4791 Tagen) @ michael_seelze

ein finanzielles. sie verdient Geld - dafür sind Unternehmen da.

Wenn die Bundesländer den "RE 300" bestellen würden, dann würde doch DB Regio verdienen. Dagegen glaube ich nicht, dass der eigenwirtschaftliche Betrieb für DB Fernverkehr lukrativer ist.

Ob DB Regio eine Ausschreibung gewinnen würde, wäre erstmal die Frage.
Eigenwirtschaftlicher gewinnbringender Fernverkehr ist natürlich lukrativer als hochsubventionierter defizitärer Nahverkehr.

Macht man als Bestreiter von Verkehrsleistungen im NV nicht auch einen planbaren, stetigen Gewinn, da die Einnahmen für deren Laufzeit nicht von der Nachfrage der Kunden abhängen?

;)

ja.
..und je nach Vertrag kann der Gewinn gar noch gesteigert werden, wenn das EVU anteilig auch an den Fahrgeldeinnahmen beteiligt ist.
habs halt etwas polarisiert geschrieben, sind ja auch noch unterschiedliche Unternehmensbereiche.
Den mutmaßlichen Gewinn von DB Fernverkehr schätze ich dann doch eher als erheblich höher ein.
Betonung liegt dann ja auch noch auf dem ersten Satz,
die Unternehmenstochter DB Regio müsste die Ausschreibung erstmal gewinnen
und zuvor müsste es überhaupt zu einer solchen Ausschreibung kommen.
Der MüNüX ist ja auch nicht gerade ein Selbstläufer, bindet recht viel Kapital.

Andernfalls wäre nicht verständlich, weshalb die DB Fernverkehr nicht z. B. auch den München-Nürnberg-Express(MNX) betreibt. Der Freistaat Bayern bzw. die BEG würden sich sicherlich ebenfalls freuen, wenn sie auf diese Weise Geld sparen könnten.

ebend.
Wenn DB Fernverkehr einen Sinn darin sähe einen hochdefizitären Fernverkehr zum NV-Tarif anbieten zu können, dann würden sie es gewiss machen.
Lohnt sich aber nicht, machen sie also auch nicht.

Bedeutet das, dass ein nicht subventionierter NV selbst auf stark frequentierten Strecken aufgrund der geringen Tarifhöhe im NV nicht wirtschaftlich wäre?

Eine solche These liegt nahe, ja.
Der IR ist ja letztendlich daran auch gescheitert.

Und noch weiter OT (und eher hypothetisch): Wie sähe das Verkehrsangebot auf deutschen Schienen bei rein bzw. beinahe eigenwirtschaftlichem Betrieb des NV aus,
wenn zuständigen Stellen zu dem Schluss, kommen sollten, dass auch mit sehr geringen
Ausgleichszahlungen eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung gegeben wäre?

schön wäre es, wenns so wäre.
Dann könnten die Regionalisierungsmittel drastisch gesenkt werden bei gleichem Verkehrsangebot.
Die zuständigen Stellen bzw. vielmehr unabhängige Untersuchungen kamen aber stets zu entgegenteiligen Schluss.


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