Donautal IC ja/nein (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Dienstag, 29.01.2013, 03:15 (vor 4816 Tagen) @ Christian_S

Ich warte nach wie vor auf ein Beispiel einer zerstörten Reisekette...


Nö, weil ich nicht erst alle möglichen Trassenprobleme, Fahrwegausschlüsse usw anschaue. Dazu ist mir meine Freizeit zu schade. Der Teufel steckt nämlich oftmals im Detail. Bloss Dein "ach Zug X kann man mal um 2 min verschieben, Zug Y kann hier 2 min später ankommen" usw ist eine schöne Sache auf die eigene Idee bezogen, in einem dicht vernetzten System wie dem deutschen Eisenbahnnetz jedoch so einfach nicht möglich.

Wie alle Änderungen, würde die Verlegung der IC L60 im Rahmen eines Fahrplanwechsels stattfinden. Bei jedem neuen Fahrplan gibt es Änderungen, neue Zugläufe (ähm "Fahrtverläufe") ;) verschobene Trassen usw. Es ist klar, dass die Verschiebung eines einzelen Zuges um wenige Minuten, bereits Auswirkungen auf viele andere Züge haben kann (Anschlüsse, Fahrstraßen, Gleisbelegung, freie Trassen uvm.). In diesem Fall hat z.B. IC 2011 (wegen dem früheren IC 2267, 4. Min. später) ggf. ein Problem mit dem nachfolgenden RE 22051 und dessen Verschiebung kann widerum für andere Züge Auswirkungen haben. U.U. muss der komplette Takt und dessen Anschlüsse um einige Minuten verlegt werden. Dennoch hat man es jedes mal geschafft, alle Züge so anzupassen, dass das System funktioniert und auch in diesem Fall wäre das nicht anders.
Insofern kann von "zerstörten Reiseketten" keine Rede sein.


Was ich mich dabei aber frage: Wieso gibt es die Linie dann nicht schon längst? Und selbst wenn die DB es einfach nicht wollen würde, wieso hat noch kein Privatanbieter diese so lukrative Linie längst für sich entdeckt?!?

Das frage ich mich auch. Schon in den 1990er Jahren, als noch zusätzlich die damalige IR L28 Karlsruhe-Salzburg fuhr, hätte man die IC durchs Donautal fahren lassen können, auch wenn es die NIM damals noch nicht gab.
Für ein privates EVU würde das keinen Sinn machen, denn ohne den Halt der ICE L41 in Ingolstadt, der für den 30er Knoten zwingend erforderlich wäre, hätte diese Verbindung deutlich weniger Potential.

ICE L11 und L42 im Stundentakt + IC L62 im 2h-Takt (dann ohne weitere Taktlücken und ggf. ebenfalls von Karlsruhe, statt von Frankfurt (ja, IC L61 Karlsruhe-Nürnberg würde dann nur noch Stuttgart-Nürnberg fahren, wobei man hier auch abwechseln könnte)) ist m.E. ein akzeptables Angebot für Ulm-München.
Was noch niemand beachtet hat, wäre z.B. ein schneller (I)RE Ulm-München im 2h-Takt jeweils mit Anschluss von/zu IC L60, statt schnellen as Ulm-Regensburg. Auch das wäre eine optionale Möglichkeit, wobei die BEG da wohl genauso wening wie bei den täglichen as mitspielen würde.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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