Immer dieselben: KS+GÖ umfahren, Saalfeld bedienen (Allgemeines Forum)

L.Willms, Donnerstag, 15.01.2015, 22:43 (vor 4097 Tagen) @ ICE-T-Fan

Saalfeld und Lichtenfels hatten noch nie einen stündlichen Fernzughalt. ;)

Also meintzwegent im stündlichen Wechsel mal die eine, mal die andere.

Worüber ich mich hier lustig mache, sind diese verbohrten Fanatiker, die einerseits verfluchen, daß die SFS Hannover - Würzburg durch die Bahnhöfe Kassel und Göttingen führt (Fulda wird übrigens weniger kritisiert), aber andererseits Zeter und Mordio schreien, daß mit der Neubaustrecke Ebensfeld - Erfurt so viele kleine Städte ihre ICE-Halte verlieren, was ein furchbares Sakrileg sei.

Was ganz anders ist eine Diskussion der globalen Verkehrskonzepte.

Sowas wie die Korrespondenzhalte des IC-Netzes in Mannheim und Würzburg, wo zwei Linien sich schneiden, die jeweils auf unterschiedelichen Strecken in diesem Knotenbahnhof einfahren, und diesen wieder verlassen, ist mit der Strecke Erfurt - Halle/Leipzig nicht machbar, weil da Züge aus Frankfurt und aus Nürnberg nach Berlin und nach Dresden (oder Magdeburg) für ca. eine halbe Stunde dieselben Gleise benutzen, und deswegen einen gewissen Abstand halte müssen. Ein bahnsteiggleiches Umsteigen zwischen zur selben Zeit haltenden Zügen ist damit nur mit signifikantem Zeitverlust für den einen oder den anderen Zug möglich.

Man hätte also mal nicht nach dem Motto "es muß so billig sein wie möglich" verfahren können, sondern richtig Aufwand treiben, und einerseits eine "diretissima" Nürnberg - Leipzig bauen können (die aber auch Lichtenfels, Saalfeld und Jena umfahren würde, aber östlich), und die mit einem "Leipzig 21" durch einen Fernbahncitytunnel von Süden her in den Hbf L einfahren würde, und sich dort erst trifft mit einer von Erfurt herkommenen Neubaustrecke, die ebenfalls von Süden durch diesen Fernbahntunnel geführt worden wäre. Im Norden würde sich das sofort wieder verzweigen Richtung Dresden einerseits und Richtung Berlin andererseits.

Man hätte damit in Leipzig wie in Brüssel eine Querung der Innenstadt mit sechs Gleisen gehabt.

Dieser Knoten würde auf natürliche Weise um zwei weitere Speichen ergänzt, nach Nordwesten über Halle nach Magdeburg und von Südosten etwas diffuser mit Verbindungen aus dem mitteldeutschen Industriegebiet - Chemnitz, Zwickau, und anders, was früher wohl im Bayerischen Bahnhof geendet haben mag.

Das ist aber was völlig andres als dies bescheuerte "Jena muß, aber Göttingen darf nicht".


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