VDE 8: wichtiges Projekt, falsche Variante (Allgemeines Forum)

Holger2, Donnerstag, 15.01.2015, 18:58 (vor 4101 Tagen) @ sb

Beide Varianten – via Erfurt und Hof – haben Mittelgebirge zu überwinden, beide haben Naturparks zu durchqueren:

Das bestreitet doch keiner - jedoch wird der Thüringer Wald einmal an seiner schmalsten Stelle durchschnitten, mit verschiedenen Tunnelbauwerken. In Deinem Fall müsstest Du mindestens zwei Naturparks mittig durchschneiden.
Dazu kommt noch das topographische Problem auf Deiner Strecke, dass Du praktisch auf ganzer Länger entweder Tunnel oder Brücken bauen müsstest. Weit mehr, als auf der gewählten Linie, die schon als U - Bahn verspottet wird.

alternativ:
Uelzen – Magdeburg – Falkenberg(Elster) – Riesa – Chemnitz – Hof – Regensburg, und auch via Leipzig (sprich: verschiedene Führung von Güterzügen)

Damit erreichst Du genau das Gegenteil davon, was man erreichen möchte - die Entmischung von Güterverkehr und schnellem Personenverkehr. Außerdem ist die Strecke über Riesa ein sehr großer Umweg - rechne doch einfach mal nach. Natürlich kann ich auch von München über Hamburg nach Stuttgart fahren....

Faktisch wäre nur die NBS Altenburg Nord – Forchheim Süd nötig und damit schon wesentlich kürzer.

Nein, s.o. Dazu kommt: Die Strecke ist derzeit auf 120 km/h ausgelegt. Eine Beschleunigung auf 250 km/h entpricht faktisch einem Neubau. Auch hast Du Nahverkehr auf dieser Strecke, der auf einer NBS nicht abgewickelt werden kann. Allein hierfür brauchst Du schon ein zusätzliches Gleis. Wie Du Deine Strecke nach Leipzig einbinden willst, zeigst Du überhaupt nicht, derzeit geht das nur mit einer 10minütigen Stadtrundfahrt.
Du rechnest Deine Variante massiv schön.

Wer Leipzig (532.000 EW) bei Nürnberg – Erfurt – Halle – Berlin mittels zusätzlicher in Leipzig beginnender/endender Zugläufe berücksichtigt, muss bei Nürnberg – Zwickau – Leipzig – Berlin nicht nur Halle (232.000 EW), sondern auch Chemnitz (242.000 EW) einbeziehen, weil Chemnitz im Gegensatz zu Eisenach, Gotha etc. auch direkt sowohl an Nürnberg als auch an Leipzig ICE-mäßig angebunden worden wäre; der Unterschied weitet sich damit sogar noch zu Gunsten der Führung der ABS/NBS Nürnberg – Berlin über Zwickau aus.

Tut mir leid, ich verstehe die Argumentation nicht. Wieso zählst Du Leipzig in Deiner Variante mit, in der gebauten Variant nicht. Das macht doch keinen Sinn.

Die ersten beiden (ICE-)Führungen wären sehr wohl Realität geworden, da Zwickau/Glauchau – Chemnitz – Dresden schon zu DDR-Zeiten elekrifiziert waren und mit einzelnen Streckenbegradigungen ebenfalls beschleunigbar wären.

Eine sehr kühne Behauptung, zumal es derzeit aus Cheb (30000Ew!) und Pilsen (160000 Ew) überhaupt keinen Fernverkehr gibt. Auch im Vergleich zu Chemnitz gibt es mehrere Städte vergleichbarer Größe, die nicht regelmäßig ans IC - Netz angeschlossen sind (Krefeld, Mönchengladbach, Wiesbaden...).
-> Deine Behauptung hat keine Grundlage, genau so gut kann ich sagen, dass die Bahn ICE - Verkehr von Allershausen nach Kranzberg anbieten würde, wenn es eine entsprechende Strecke gäbe

q.e.d.

Wo hast Du irgendetwas bewiesen.

Der geplante ICE-Stundentakt wird nicht stündlich in Coburg halten, soviel dürfte ohne entsprechende Sachkenntnis gut einschätzbar sein; einen zusätzlichen IC ist durch die DB nicht mehr vorgesehen.

Genausowenig würde ein ICE in Bayreuth, Hof, Zwickau oder Chemnitz halten!

Deshalb fehlen im Knoten Erfurt zwei Kreuzungsbauwerke!

Die Kreuzungsbauwerke sehe ich nicht als erforderlich. Und sie einfach nur so zu bauen, damit man einen Bahnhof als Richtungsbahnhof bezeichnen kann, ohne dass sie je benützt werden, unterstütze ich nicht.

Holger


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