Deswegen kommt man auch zu nichts... (Allgemeines Forum)

Blaschke, Dienstag, 13.01.2015, 05:52 (vor 4102 Tagen) @ ICE-T-Fan

Hallo!

Bahnfans sind einfach realistischer. Während die Straßenlobby aus dem Vollen schöpfen kann, was Steuergelder angeht und daher ein "sowohl als auch" finanzierbar ist, wird die Eisenbahn gerne mal hinten an gestellt. Daher kann man dort immer nur "entweder oder" fordern, da ansonsten das Geld hinten und vorne nicht reicht.


Zum einen kann das Geld nie ein Argument sein: Wenn es politisch nur gewollt ist, ist immer Geld da. Und deswegen können die Forderungen gar nicht hoch genug sein. Dass dann natürlich nur ein Teil erfüllt wird, ist klar. Ist ja immer und überall so. Wenn ich 10 Milliarden fordere, bekomme ich nur 5. Wenn ich aber 30 Milliarden fordere, dann bekomme ich 10. Im 2. Fall ist die Quote sogar schlechter (nur 1/3 statt 1/2), aber unterm Strich gibt's doppelt so viel wie in Fall 1.


Aber da besteht dann ja noch das Problem, dass viele Bahnbefürworter ja gerne "leiden": Benachteiligt zu sein gehört da zur Lebensphilosophie. Und natürlich ist man Gutmensch. Und fordert deswegen gar nicht erst Milliarden, die man vermeintlich ohnehin nicht bekommt und freut sich stattdessen, dass man was für Schuldenbremsen und finanzielle Nachhaltigkeit tut. Andere haben da weniger Bedenken und Skrupel - und sind auch deswegen erfolgreicher, wie der alltägliche Straßenausbau ja beweist.


Schöne Grüße von

jörg


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