Es geht um die Attraktivität des Verkehrsmittels Bahn! (Allgemeines Forum)

rotfuxx, Donnerstag, 08.11.2012, 10:53 (vor 4901 Tagen) @ Oscar (NL)

Nur schade, dass DB kein Mittelstreckenverkehrsprodukt mehr haben möchte.

Oscar, das ist der Pudels Kern. Und in diesem Fall sind die Beispiele aus den Niederlanden eben auch nicht auf Deutschland übertragbar.

Die Erfahrung zeigt doch, dass mit dem Wegfall des IR der einseitige Fokus auf die ICE-Magistralen zahlreiche Mittel- und sogar Oberzentren vom Fernverkehr abgehängt hat.

Zahlreiche Städte, deren Größe in den Niederlanden IC im 15-Minuten-Takt, "erfreuen" sich in Deutschland einer stündlichen RE-Verbidung zum nächsten Fernverkehrsknoten. Grube setzt zwar mittlerweile ein paar neue Akzente (Dosto-IC), aber richtig vertrauensbildend ist das noch nicht, angesichts der Enttäuschungen der "Nuller"-Jahre.

Zudem sind die Wege zu den Fernverkehrsknoten in Deutschland deutlich länger als in den Niederlanden. Dadurch bedingt kommt es nicht selten zu nennenswerten Fahrten in die Gegenrichtung zum eigentlichen Fahrtziel. Durch die deutlich dünneren sind verpasste Anschlüsse um ein Vielfaches ärgerlicher.

Dies kann dann nicht selten zu einer "unheiligen" Kombination kommen. Die Fahrtstrecke wird länger (erst in Gegenrichtung zum ICE-Halt), unbequemer (RE-Vorleistung plus Umstieg statt direkt IC/IR), teurer (mehr Kilometer plus ICE-Ticket) und dabei noch nicht einmal schneller (RE+Umstieg+ICE langsamer als direkter IC/IR) - erst Recht, wenn man den Anschluss verpasst.

Jena ist dafür ein typisches Beispiel und das ist keine "Milchkanne".


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