Das schließt eine noch rentablere Alternative nicht aus! (Allgemeines Forum)

Reisender, München, Mittwoch, 07.11.2012, 13:11 (vor 4905 Tagen) @ Henrik

Da hast Du was falsch verstanden.

Soll die Aussage von Hustensaft "Rein planerisch ist die KRM eine grandiose Katastrophe" also etwa ironisch gemeint gewesen sein?

Die NBS Köln-Rhein/Main ist nicht Beispiel für wirtschaftlich unsinniger Planungen, sondern dieses Cremestück des deutschen Fernverkehrsnetzes ist bestes Beispiel hoher "Rentabilität".

Dass eine schnellere Verbindung von Rhein/Main und Rhein/Ruhr als über die alte Rheinstrecke richtig und sinnvoll war, steht außer Frage. Zweifelhaft ist aber, ob dieses Ziel nicht auch noch besser und vorallem noch günstiger hätte erreicht werden können.

In dem von mir bereits erwähnten ZEIT-Artikel heißt es hierzu:

„Auch damals gab es einen Alternativentwurf, der weniger aufwendig gewesen wäre – und der, weil er weniger Steigungen enthielt, auch für den Güterverkehr getaugt hätte. Und es war wieder der Münchner Verkehrsplaner Karlheinz Rössler, der diese Alternative ausarbeitete. Sein Vorschlag, erinnert er sich, »verlief etwas weiter nordöstlich, dort ist der Westerwald flacher und nicht so zerklüftet«. Der Bau wäre nicht nur günstiger gewesen: Nachts, wenn keine ICEs fahren, hätte die Bahn ihre Güterzüge aus dem Rheintal auf die neue Trasse schicken können. Die Anwohner im Rheinland hätten ihre Freude daran gehabt.“

Das mit den Zügen ist natürlich genau entgegengesetzt, nicht die Strecke ist für Zugtypen geeignet, sondern Züge werden dahingehend konzipiert, dass sie auf dieser Strecke fahren können.

Wenn das stimmt, wieso wurden dann keine speziellen Güter- und Nahverkehrszüge für die KRM konstruiert?

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Foto: ICE 3 "Ingolstadt" in Köln Hbf


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