auch Cargo kann von Rennbahnen profitieren. (Allgemeines Forum)

Mario, Donnerstag, 08.11.2012, 10:47 (vor 4907 Tagen) @ Oscar (NL)

Wenn Schienenstrangen bei Staatsgrenzen enden: Zustimmung.
Meines Wissens enden Schienenstrangen aber bei einem Prellbock, der durfte in Genova Piazza Principe stehen. Am Mittelmeer.

Richtig, Strecke Karlsruhe-Basel ist ein wichtiges Bindeglied im nationalen und v.a, internationalen Schienenverkehr v.a. in die Schweiz und nach Frankreich. Da kann man in der Tat nicht von einer Randlage sprechen, sondern eher von mitten in der Blauen Banane.

Eine (realistische oder utopische) Rennbahn nach LGV Vorbild würde beides ermöglichen: durchfahrende Sprinter und haltende "langsame ICEs".
Dasselbe Prinzip wie eine Autobahn: wer in einer Stadt sein muß, verläßt die Strecke, ansonsten fährt man durch.

Exakt und so ählich wird es auch in Italien gemacht, was man mit einer Komnination mit den französischen Umfahrungen noch deutlich verbessern würde.

Zudem...
...kann so eine "Schienenautobahn" auch dem Güterverkehr dienen, siehe Italien. Zwischen Turin-Mailand gibt es nebst der Ausfahrt "Vercelli" (Mittelstadt) auch "Novara Boschetto". Ein Cargo-Terminal. Nachts fahren die Cargos über die Schienenautobahnen und befreien dort die Innenstädte der Altstrecken von sowohl nachtruhestörenden Lärmkisten als feuer- und explosionsgefährlichen Schadstoffen.

Auch deshalb plädiere ich ebenfalls für echte und Güterverkehrgerichte Umfahrungen bzw. autobahnähliche NBS. Der Güterverkehr nimmt immer mehr zu und bedeutet v.a. nachts eine Verlärmung der Trassen durch die Städte. Die Züge müssen da einfach raus, damit die Lebensqualität für die Leute an der Strecke verbesser wird und damit die Kapazität allgemein erhöht wird. Deshalb würde mir auch die seit einiger Zeit im Gespräch befindliche Umfahrung für Bamberg sehr gefallen, eben damit die Güterzüge und auch schnelle ICEs hier außen vorbeifahren könnte, ohne sich dabei durch die Stadt durchquälen zu müssen und um sie vom Lärm zu entlasten.

Und wie gesagt stelle ich mir eh die Frage, ob man nicht genau einen Teil der Einnahmen aus der LKW-Maut für solche Güterentlastungsstrecken bzw. echte Umfahrungen und Verbindungskurven NBS/Altnetz hernehmen könnte. Das wäre in der Tat eine richtige Verwendung dafür, eben weil man dadurch die Chance schaffen würde, dass deutlich mehr Güter noch besser und noch flexibler auf der Schiene transportiert werden können. Auch moderne RoLas (Modalohr, Cargobeamer) von Grenze zu Grenze wie z.B. Frankfurt/Oder - Aachen müssten und sollten endlich mal angedacht und umgesetzt werden, damit man die LKWs von den Autobahnen runter bekommt und sich so deren Ausbauten durch diese Entlastung nicht selten erübrigen könnte. Doch dafür braucht man ohne wenn und aber ein deutlich verbessertes Cargo-Netz inkl. Lärmentlastung der Städte und mehr Kapazität.

Seit es die Betuweroute gibt (eine Cargo-Schienenautobahn), verkehren z.B. bei uns in Eindhoven weit weniger Ammoniak-, Chlor- und Flüssiggaszüge durch die Innenstadt.

Diese Strecke ist ein sehr gutes Beispiel.


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