Verhältnismäßigkeit (Allgemeines Forum)

Mario, Donnerstag, 08.11.2012, 09:47 (vor 4901 Tagen) @ IC.Chiemgau

Andererseits war es nun schon immer so, das nicht Jeder und auch nicht jeder Ort bei Grossprojekten ein Gewinner sein kann. Deswegen sage ich auch ganz bewusst, das man zugunsten eines Grossen und Ganzen eben auch mal Opfer bringen muss. Manchmal gewinnt man und manchmal verliert man.

Das muss man aus zwei Perspektiven sehen. Zum einen bin auch ich der Ansicht, dass das Wohl von Vielen immer vor dem Wohl von Einelnen gehen muss. Freilich bringen bestimmte Planung, die der großen Mehrheit viele Vorteile bringen auch ein paar Leuten mal eher Nachteile, was auch ich bedauere. Allerdings ist es unverhältnismäßig, wenn dann diese Einzelnen das ganze Projekt monatelang aufhalten können, nicht unerheblich teurer machen können oder es soagr ganz kippen können. Ich möchte auch gerne die dringend benötigte Umgehungsstraße für unseren Ort, auch wenn die Hauptanbindung an den Ort dann über eine heute noch eher ruhige Straße am Gewerbegebiet entlang läuft, an der ausgerechnet unser Vereinsheim liegt. Dann machen wir uns halt ne Holzwand oder Gabionen hin und dann würde4 es wieder gehen. Doch wichtig ist, dass endlich der (LKW-)Durchgangsverkehr aus dem Ort und v.a. vor der Schule raus muss. Da geht für mich Allgemeinwohl eindeutig vor Einzelwohl.

Freilich gehört es bei solchen Projekten aber dann auch zur Politik, wie man mit diesen Einzelpersonen spricht und was man ihnen für Kompensationen bietet (z.B. Schallschutzfenster, Lärmschutzwand, Aufwandsentschädigung, etc.). Da wiederum sind die Projektträger in der Pflicht, auch was die entsprechend ausführliche Information und Präsentation des Projekts und der Baustellentätigkeiten angeht. Wir leben in einer sehr informierten Wissensgesellschaft und die Leute wollen heute allgemein bessere und ausführlichere Infos zu sowas haben. Das muss man auch akzeptieren und dies bieten. Denn durch zu wenig Information können auch Fehleschlüsse und Fehlinformationen durch Dritte erfolgen, die auch dank der sozialen Netzwerke schnell unnötig Unruhe schüren können.


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