Regelung in den SCIC-NRT (DB) kann verschieden ausgelegt wer (Allgemeines Forum)

mmandl, Donnerstag, 29.09.2022, 10:54 (vor 562 Tagen) @ michael_seelze

Ich lese das "ausgegeben werden" eben anders.
Wenn die andere Auslegung richtig wäre, gäbe es die SCIC-NRT als rein optional zur Anwendung kommenden Tarif. Wenn ein Tarifgeber also die Kombination von Inlandsfahrkarten für eine internationale Beförderung vermeiden möchte, so kann er dies (nur) tun, indem er keine Fahrkarten zu eigenen Grenztarifpunkten ausgibt und auch keine Zeitfahrkarten mit einem Geltungsbereich, der diese Tarifpunkte einschließt, ausgibt.

Primär geht es doch erst einmal darum, die vertragliche Grundlage zu schaffen, dass der Fahrgast die Beförderung für eine grenzüberschreitende Fahrt überhaupt in einem einheitlichen Vertragsabschlussprozess beauftragen kann, dass er also beispielsweise bei der DB eine Fahrkarte für eine Strecke kaufen kann, die nicht ausschließlich in der Bundesrepublik erfolgt (und für Fahrten die nur außerhalb der Bundesrepublik durchgeführt werden). Das wird in Nr. 5.1 SCIC geregelt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ob es sich um einen "optionalen" Tarif handelt, richtet sich demnach allein danach, ob im Einzelfall ein Tarif vorhanden ist, den der Fahrgast an Stelle der SCIC nutzen kann. Die jeweiligen Inlandstarife kommen hierfür in Betracht, können jedoch ihrerseits bestimmen, dass aus deren Kombination keine grenzüberschreitende Fahrt "gebastelt" werden darf (so z.B. in Ungarn, wobei sich eine solche Bestimmung selbstredend an den AGB-rechtlichen Vorgaben [insbes. Klausel-RL] messen lassen muss).


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