Das komplette Vorgehen der Bahn ist eine Blamage (Allgemeines Forum)

Arminius, Mittwoch, 29.04.2020, 10:59 (vor 2175 Tagen) @ Murrtalbahner

Ich kann das auch gut an meinem "Fall" darlegen.

Anfang März: Die Bahn gibt bekannt, dass Tickets erstattet werden, wenn diese für den Besuch einer Veranstaltung gebucht wurden, die abgesagt wurde.

kurz danach: ich reiche meine Sparpreistickets jeweils mit Begründung ein

Mitte März: die Bahn ändert die Kulanzregeln, Tickets werden jetzt ohne Angabe von Gründen erstattet, allerdings nur mit Reisedatum bis Ende April.

14. März (morgens): ich buche im Vertrauen darauf, dass ich das Sparpreisticket später wieder stornieren kann, ein Sparpreisticket

14. März (im Laufe des Tages): die Bahn ändert den Text auf bahn.de/corona so, dass nur noch Tickets erstattet werden, die bis zum 13. März erworben wurden (Wurde hier schon diskutiert, es gab wohl auch schon an den Vortagen Presseerklärungen, in denen das so stand. Als Kunde sollte ich mich aber eigentlich darauf verlassen können, was auf der "offiziellen Seite" dazu steht. Wenn ich zum Zeitpunkt der Buchung die Presseerklärung gekannt hätte, hätte ich übrigens die Buchung nicht durchgeführt.).

Anfang April: ich bekomme nach ca. 3 Wochen die Antwort auf die Erstattungsanträge. Alle meine Anträge mit Fahrtdatum > 30.04.2020 werden abgelehnt. Mein Verweis darauf, dass diese Regelung so zum Zeitpunkt meiner Antragstellung anders kommunziert war, wurde nicht als Grund akzeptiert, mir die Tickets zu erstatten.

Ich habe nach dem 14. März noch diverse weitere Spartickets mit Reisedatum bis 30.04.2020 zur Erstattung eingereicht. Die ersten Fahrtkosten wurden nach 3 bis 4 Wochen Bearbeitungszeit auf meinem Kreditkartenkonto gutgeschrieben. Ab Mitte April wurden allerdings nur noch Gutscheine zur Verfügung gestellt. Anfangs wurden die Buchungen aus einem Erstattungsantrag zu einem Gutschein zusammengefasst, später erhielt ich dann pro Fahrkarte einen Gutschein.

Und als nächstes kamen dann die Irritationen, die durch die veröffentlichte und später wieder gelöschte Pressemitteilung entstanden sind. Die Information befindet sich übrigens weiter im Umlauf, da sie ja von diversen Presseorganen für ihre Veröffentlichungen verwendet wurde. Die falsche Info kam sogar gestern auch noch in den Radionachrichten im NDR.


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