Korrespondenzen im FV gänzlich aufheben (Allgemeines Forum)

218 466-1, Red Bank NJ / ex-Ingolstadt, Donnerstag, 24.11.2016, 23:49 (vor 3407 Tagen) @ Colaholiker

Ja - aber da hilft kein Symptome unterdrücken, sondern man muß die Ursachen angehen, oder?

Ja, aber wie willst du das denn machen, wenn dir niemand die finanziellen Mittel (es wären mehere Mrd. € nötig um alles in Top Zustand zu bringen und die nötigen Ausbauten für höhere Flexibilität zu schaffen und die Wutbürger hast du auch nocht nicht überzeugt) zur Verfügung stellt?
Mit den vorhanden (Un-)Möglichkeiten wurde es trotz gutem Willen diverser Bahnvorstände seit ~15 Jahren nur schlimmer statt besser. Warum sollte dann Grube ohne Kursänderung ausgerechnet jetzt Wunder bewirken können?

Sehe ich ähnlich. Und die anderenorts geforderte 100%-Pnktlichkeit, die nicht möglich ist, fordere ich ja auch nicht. Aber den jetzigen Pünktlichkeitswert bei einer realistischen Definition des Begriffs "Pünktlich".

Es wäre einmal interessant wie niedrig die Werte wären, wenn alles ab +2 bereits einfiest. Da dürften so manche Züge/Bf auf unter 50% fallen.

Wieso fettest Du das L ein?

Um den Unterschied zw. Fahrdienstleiter (Fdl) und Feind des Lokführers (FdL) hervorzuheben. ;)


Naja, so lange es Unternehmen wie die DB gibt, wo man ausgemusterten Politikern noch lukrative Pöstchen verschafft, um sie dort zu parken und zu alimentieren wird sich daran nichts ändern. Ich sehe durchaus Optimierungspotential im verwaltungstechnischen Wasserkopf, auch anderenorts. Klassisches Beispiel in Frankfurt - früher hatten wir hier die Stadtwerke, die sich mit ihrer Abteilung Verkehr um den kompletten innerstädtischn ÖPNV gekümmert haben, einige Linien waren direkt an andere Busunternehmer vergeben, die als Subunternehmer gefahren sind.

Heute gibt es
- die Stadtwerke Holding (mit eigenem Vorstand)
- die lokale Nahverkehrsgesellschaft (mit eigenem Vorstand)
- die Verkehrsgesellschaft Frankfurt, die die schienengebundenen Verkehre ausführt (mit eigenem Vorstand)
- die In-der-City-Bus, die teile des Busverkehrs ausführt (mit eigenem Vorstand)

Und zusätzlich eine Handvoll Busunternehmen, die es aber vorher schon gab, wo sich lediglich die vertraglichen Grundlagen geändert haben. Was aber den Teil angeht, der zwar privatwirtschaftlich organisiert ist, aber der Stadt gehört (also vergleichbar DB <-> Bund), hat man einen riesigen zu bezahlenden Wasserkopf geschaffen. Da fehlt mir jedes Verständnis, aber ich schweife ab.

Das sind halt die politisch gewollten Bedingungen. Zu viele verschiedene Unterfirmen die alle maximalen Gewinn erzielen sollen und sich gegenseitig mehr behindern, statt unterstützen. Unnötige Bürokratie die Flexibilität kostet und worunter die Kunden zu leiden haben.

Von wieviel Zeit sprichst Du jetzt? 10 Minuten? Wenn es wirklich 10 Minuten sind, sind die nicht knapp, auch nicht bei Bahnsteigwechsel.

Doch sind sie. Gehen wir mal den genauen Ablauf bei entspannter Reise trotz hoher Auslastung durch:
Zunächst einmal gehört dazu, bis zum Stillstand des Zuges sitzen bleiben zu können und zwar ganz vorne im ersten Wagen, statt bei der Einfahrt über ettliche Weichen durch die Gegend zu fliegen. Bis ich dann überhaupt aufgestenden, zur Türe vor und aus den Zug raus bin, vergehen schon 3 Minuten da die meisten schon seit Kilometern im Gang standen und vor mir raus kommen.
Dann bestimmt das Förderband die Geschwindigkeit des Treppenabgangs inkl. Stau davor - macht 6 Minuten.
In der Unteführung zum nächsten Aufgang -> 7 Minuten.
Teppenaufgang mit Förderband, schon sind 9 Minuten vorbei. Wenn der ZuB nun schon pfeift, bevor ich ganz vorne im ersten Wagen zum reservieten Platz einsteigen kann, ist der Umstig stressig.
Jede minute Ankunftsverspätung macht das noch schlimmer.
Daher will ich 15 bzw. 17 Minuten Übergangszeit bei Bahnsteigwechsel.

Daß das, was das Ziel sein sollte (Verspätungen minimieren) aufgrund der Arbeitsweise nicht erreicht wird, ist unstrittig - aber ich hoffe, wir sind uns auch einig, daß es das Ziel sein sollte.

Sollte ja. Aber was dafür alles nötig wäre und wenn du das dem Herrn Grube vorträgst, dann verlierst du genauso gegen denjenigen, der die Fänchen vorschlägt, wie in der Sparkassenwerbung. :P

Okay, ich bin zum Glück so groß, daß ich keine High Heels tragen muß. In Schuhgröße 47 sind die nämlich auch schwer zu bekommen. ;-)

Die Ausrede gilt nicht! Bitteschön sogar in deutsch. :D
Mal sehen, wie viele Anschlüsse weniger du ab jetzt erreichen wirst und wie lange es dauert, bis du ebenfalls längere Umstiegszeiten forderst. ;)

Aber mal Spaß beiseite - wenn ich eine Reise mit der Bahn plane, bei der ein Umstieg notwendig ist, dann muß ich mir eben die Frage stellen, ob ich die vorgeschlagene Umsteigezeit für ausreichend erachte oder nicht. Sei es, weil ich tatsächlich mobilitätseingeschränkt bin, einen Umzug per Bahn mache oder mir das Aussehen des Schuhwerks wichtiger ist als seine Funktionalität. Aber nur weil unsere "Mausi in Schwarz" nicht schnell genug von Bahnsteig zu Bahnsteig gestöckelt kommt, die Umsteige- und damit Fahrzeiten für alle anderen Reisenden zu verlängern, finde ich irgendwie weniger optimal. ;-)
Und ein Koffer verlängert meine Umsteigezeigen nicht nennenswert. Wenn (Masse[Colaholiker] + Masse[Koffer]) erstmal in Bewegung sind, ... ;-)

Aber Anschlüsse, die nur für Sportler erreichbar sind, finde ich halt auch nicht gut und wenn der ankommende Zug am Bahnsteig neben dem abfahrenden daneben fährt bzw. die Züge sich am Bahnsteiganfang schon entgegen kommen, nutzt das auch nichts.
Ich kann Koffer mit >10 Kg nicht oder nicht lange hoch heben. Nur mit Handtasche bin ich auch deutlich schneller, (es sei an die bahnsteiggleichen unter-10 Sekunden-Umstiege erinnert). Sogar in heels überhole ich so manche flach besohlten Leute, aber ich hasse es, wenn ich gestresst werde.
Da ich die Verbindungen in D immer nach Zug-/Loktyp gebastelt habe, waren es jedoch oft selbst auferlegte Übergangszeiten von knapp 60 bis über 90 Minuten, daher auch bei über +30 Ankunftsverspätung noch total entspannt. ;)
Der Klassiker war war immer in München MNX <-> EC Linie 88 bzw. MNX <-> IC-Linie 62 weshalb ich immer wieder am Hischgarten, wo sich MNX und IC-Linie 60 begegnen, auch Bahnsteige an "Gleis Ingolstadt" und "Gleis AU/LI/DO" gefordert habe um eine Stunde zu sparen. Die Agilis- bzw. BRB-Kisten bzw. weiße und rote DB-Wackeldackel waren allsamt inazeptable Alternativen.

Stimmt. Angenehm geht anders. Aber ursächlich war hier wieder *trommelwirbel* die Verspätung des ankommenden Zuges. Wäre der pünktlich gewesen, hätten wir den Umstieg ganz entspannt durchziehen können.
Auf die Gefahr hin, daß ich mich wiederhole: Weil die ankommenden Züge verspätet sind, nicht weil die Umsteigezeit zu knapp geplant ist!

Aber bei längerer Übergangszeit wäre der Umstieg trotz Verspätung immernoch entspannt gewesen, was ja das Ziel/der Grund meines Vorschlags ist, abgesehen davon, dass jetzige Sichtanschlüsse wieder zu richtigen Anschlüssen würden.


Von oben betrachtet, ist das schon ein ziemlicher Knoten. Aber das einzige, was da "System" hat, ist die Benachteiligung der HLB-Züge, die jeden anderen Verkehr erst abwarten müssen, inklusive Rangierfahrten und Phantomzügen.

Haben die nur Ecomomytrassen bestellt? Das wäre dann klar, warum.

Dann würde ich mich nicht ärgern, sondern gleich das Auto nehmen. ;-)

Das machen auch manche, die durch verpasste Anschlüsse vergrault wurden. Aber das sollte nicht das Ziel der DB-Plüschetage sein.

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Dieser Beitrag gibt (sofern nicht anders gekennzeichnet) allein die Meinung der Verfasserin wieder
MET - Der beste Zug den es je gab
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