Korrespondenzen im FV gänzlich aufheben (Allgemeines Forum)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 23.11.2016, 08:07 (vor 3415 Tagen) @ 218 466-1

Wie man täglich sieht, ist es nicht möglich und bei den "Korrespondenzen" sind es ja oft nur 4-5 Minuten Übergänge, die nun endlich offiziell nicht mehr als Anschlüsse gelten.

Das Problem sind dabei aber nicht die eingeplanten 10 Minuten sondern die Abweichung vom Fahrplan bei den ankommenden Zügen. (Ich schreibe absichtlich nicht "Pünktlichkeit", da die Züge ja nach DB-Definition pünktlich sind.)

Neben einzelnen äußeren Einflüssen sind auch viele hausgemachte Verspätungsgründe dabei, die an zu sparsamer Instandhaltung der Fahrzeuge und der Infrastruktur durch DB Bahn liegen.

Sparsamer Instandhaltung und massivem Infrastruktur-Kahlschlag. Stichwort fehlende Überholungsmöglichkeiten.

Beides - Gewinn erwirtschaften und pünktlich fahren geht nicht. Nur mit einer subventionierten Bahn könnte man pünktlich fahren.

Ich habe zu wneig Einblick in den Wirtschaftskram um Dir zuzustimmen, aber die Priorität des Verkehrssystems "Bahn" (mit Absicht ohne Unternehmensbezug)sollte bei einer sicheren und pünktlichen Betriebsführung liegen.

Es bringt einfach nichts, wenn sich selbst Fahrgäste, die in bester körperlicher Verfassung sind, beeilen müssen.

Was sie nicht müßten, wenn der ankommende Zug zur veröffentlichten Zeit ankäme.

Oft kommt noch Gepäck dazu und wenn auch noch Unterführungen in unter 10 Minuten genutzt werden müssen, ist das nicht akzeptabel, dass sowas als "Anschluss" verkauft wird.

Wenn Dein Gepäck Deine Umsteigezeit verlängert, hast Du zu viel Gepäck. So einfach ist das. Wer so viel zu transportieren hat, muß dann eben den Gepäcktransportservice in Anspruch nehmen. In der Regel betrifft so etwas ja Fahrten, die jeder einzelne selten macht, Tagespendler haben in der Regel ja keinen nennenswerten Gepäckanteil, von daher hält sich der finanzielle Aufwand in Grenzen.
Und, so nebenbei, bei der letzten Fahrt in den Urlaub haben meine Freundin und ich einen nur-noch-4-Minuten-Anschluß in Hamburg geschafft. Von einem Bahnsteig auf den anderen. Bei spiegelbildlicher Wagenreihung. Mit zwei großen Koffern, einem kleinen "Kabinentrolley" und einem kleinen Rucksack. Und da, wo wir aus dem ersten Zug ausstiegen, gab's keine Rolltreppe nach oben. Warum ging es? Weil ich die beiden großen Koffer geschnappt habe, meine Freundin den kleinen und den Rucksack. Sprich: Wir hatten nur so viel Gepäck dabei, wir wir handhaben konnten.

ITF geht in Deutschland nicht, bzw. nur wenn die Linien an Knotenbf. zeitlich mindestens 15 Min. versetzt halten.

Und wir verlängern die Reisezeit mit langsamen Anschlüssen. Attraktivitätssteigerung? Nope.

Mehr 30-Takte und dann passt es mit entspannten 17 Min.-Anschlüssen und "PlanStart"-Abfahrten und zudem entfällt die Nutzung der Unterführungen, da alle Züge am selben Bahnsteig halten können.

Alle am selben Bahnsteig - das will ich in Frankfurt, mein Hauptbahnhof, mal sehen. :-P
Außerdem - einen "entspannten 17 Min.-Anschluß" habe ich jeden Morgen und ich ärgere mich jeden Morgen über die verlorene Lebenszeit. Straßenbahn kommt um 6 am Bahnhof an (die nächste käme eine Viertelstunde später, da man uns ja den morgendlichen 10-Minuten-Takt nicht mehr gönnt, weil die Straßenbahnen in der Gegenrichtung so leer sind, daß eine rechnerische durchschnitliche Auslastung von 50% raus kam, obwohl die Bahnen in der Haupt-Lastrichtung aus allen Nähten platzen), Abfahrt der Regionalbahn ist um 6:17. Spätestens 6:03 stehe ich am Bahnsteig, warte dann erstmal 8 Minuten bis die Bahn (das Verkehrsmittel, nicht das Unternehmen) überhaupt kommt - bei allen Annehmlichkeiten des Hauptbahnhofs - nur um dann einzusteigen und weitere neun Minuten auf die Abfahrt zu warten. Gaaaaaaanz toll. Was man da hochgerechnet aufs gesamte Leben eine Zeit verplempert...

Von zu langen Anschlüssen genervte Grüße,
der Colaholiker

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