"Zeitlich vesetzter ITF" existiert nicht (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Mittwoch, 23.11.2016, 12:57 (vor 3408 Tagen) @ 218 466-1

ITF geht in Deutschland nicht, bzw. nur wenn die Linien an Knotenbf. zeitlich mindestens 15 Min. versetzt halten.

Zeitlich versetzter ITF existiert nicht. Eine wichtige Eigenschaft des ITF ist, dass unabhängig vom Takt gute Anschlüsse geschaffen werden. Wenn Du nun zwei Linien um Zweistundentakt fahren lässt und die sich im ITF-Knoten treffen, dann kann man auf jeder Relation in 10 Minuten umsteigen. Wenn die aber um 15 Minuten versetzt halten, dann auf einer Relation die Umsteigezeit 17 Minuten, aber auf deren Gegenzug 1 Stunde 47 Minuten...

Mehr 30-Takte und dann passt es mit entspannten 17 Min.-Anschlüssen und "PlanStart"-Abfahrten und zudem entfällt die Nutzung der Unterführungen, da alle Züge am selben Bahnsteig halten können.

Erstes Problem: Kann man in der aktuellen Finanz- und Inftrastrukturlage wirklich flächig Halbstundentakte fahren? Wäre eine Pünktlichkeitsverbesserung nicht billiger?

Zweites Problem: In jeden solchen Knoten wird auch mit Halbstundentakten nur die Hälfte der möglichen Umsteigeverbindungen hergestellt. Sobald mehr als zwei Züge involviert sind, muss die Hälfte zur Minute :00/:30 und die andere Hälfte zur Minute :15/:45 halten. Mit Deiner geforderten Haltezeit von 2 Minuten kann ein :00-Zug keinen Anschluss auf einen anderen :00-Zug bieten.

Drittes Problem: 17 Minuten Umsteigezeit sind nicht gerade berauschend. Bei einem Halbstundentakt ziemlich genau der Wert, denn man durchschnittlich bekommt, wenn man die Fahrzeiten völlig zufällig legt.

Ein Vorteil Deiner Idee ist zwar, dass die Züge kürzer halten und damit schneller vorwärts kommen. Aber das gilt halt nur auf der einen Relation, die eine Direktverbindung hat, und ist zum Nachteil aller Umsteigerelationen (und das können sehr viel mehr sein).


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