Korrespondenzen im FV gänzlich aufheben (Allgemeines Forum)

Colaholiker, Frankfurt / Hildesheim, Mittwoch, 23.11.2016, 10:40 (vor 3409 Tagen) @ musicus

Natürlich nicht. Alles, was größer und schwerer ist als das, was im Flugverkehr gemeinhin als "Handgepäck" durchgeht, wirkt sich auf den Umsteigevorgang aus, weil man eben räumlich und physisch nun weniger wendig und flexibel daherkommt, zumal man ja i.d.R nicht allein auf Umsteigebahnhöfen unterwegs ist.

Ich laufe nicht schneller oder langsamer, nur weil ich meinen vierrad-Trolley neben mir her laufen lasse. Die Zeiten, in denen man Koffer zwangsweise getragen hat, sind zumindest hier bei uns schon vorbei, mag sein, daß das in Deinem Universum anders aussieht.

Interessante Sichtweise, ich hoffe der hier mitlesende Bahnvorstand nimmt davon Notiz.

Für was, wenn nicht für das Gepäck, das man eben selbst nicht mehr gehandhabt bekommt, gibt es denn sonst den Transportservice? Oder implizierst Du, der Bahnvorstand hat von diesem Angebot selbst noch keine Kenntnis? Würde aber ins Bild passen, denn außer Dir hat ja niemand den Durchblick, wie Du uns immer wieder zu verstehen geben versuchst.

Schon beim Wochenendpendler sieht es häufig anders aus.

Ach. Jetzt rate mal, wieso "da oben" hinter meinem Namen zwei Städte stehen. Mit Sicherheit nicht, weil ich eine von beiden nur aus Dekogründen da stehen habe. Für die normale Wochenendpendelei langt mir eine kleine Reisetasche, ich muß ja nicht meinen kompletten Kleiderschrank mitschleppen. Theoretisch könnte ich sogar auf fast das komplette Gepäck verzichten, wenn ich an beiden Enden meiner Wochenendpendelei ausreichend Wäsche deponieren würde.

Weil du jemanden vorschicken konntest, der die Abfahrt bis zu deinem Eintreffen durch Blockieren einer Tür verhindert.

Komisch, ich war mit den zwei schweren Koffern sogar vor meiner Freundin am Zug. Wenig verwunderlich, angesichts ihrer Knie, die noch kaputter sind als meine. Außerdem, hast Du schon mal versucht, so eine Drehfalttür eines guten alten Avmz gegen den Schließdruck zu halten? Anders als im Nahverkehr, wo man nur in die Lichtschranke greifen muß, braucht es da doch einiges an Kraft. Und daß für Dich "den Zug an der Abfahrt hindern" ein legitimes Mittel zu sein scheint, überrascht mich wenig. Nein, wäre der Zug weg gewesen, hätten wir uns gemütlich 'ne Stunde in die Lounge gesetzt und wären mit dem nächsten IC gefahren. Und htten sogar noch FGR-Erstattung bekommen.

Eben nicht - als Einzelreisende wärt ihr ziemlich aufgeschmissen gewesen, mutmaße ich, sonst hättet ihr es ja wohl kaum so gelöst, wie beschrieben - und demzufolge genau von der Kategorie "Wer so viel zu transportieren hat, muß dann eben den Gepäcktransportservice in Anspruch nehmen."

Wäre ich alleine unterwegs gewesen, hätte ich ein großes Gepäckstück und ein kleines gehabt, wäre meine Freundin alleine gewesen, dito. Also kein Unterschied. Daß ich die beiden großen Koffer genommen habe, hatte einfach den praktischen Hintergrund, daß es sich deutlich angenehmer Treppe steigen läßt, wenn man auf beiden Seiten ungefähr das gleiche Gewicht hängen hat. Aber Du weißt ja ohne dabei gewesen zu seni, daß meine Freundin vorgerannt ist, und den Zug aufgehalten hat.

Wir stellen eine signifikant höhere Anzahl von Anschlüssen sicher. Attraktivitätssteigerung? Yeah!

Könnte man, wenn man pünktlich ist, auch. Ohne attraktivitätsmindernde Reisezeitverlängerung. Yeah!
Mal ehrlich, es kann doch nicht sein, daß man einerseits Milliarden ausgibt, um irgendwo zwischen Kleinkleckersdorf-Südost und Kleinkleckersdorf-Nordost 5 Minuten rausholt, wenn man aber gleichzeitig drei Umstiege hat, die die Reisezeit jeweils gegenüber der derzeitigen Situation um jeweils 10-15 Minuten verlängern.

Was dir daran missfällt, ist nicht so ganz zu begreifen - immerhin stört dich ja selbst, dass veröffentlichte und tatsächliche Ankunftszeit der Züge voneinander abweichen.

Richtig. An diesem Mißstand würde eine Verlängerung der Umsteigezeiten nichts ändern. Es würden zwar die Symptome ("Fahrgast verpaßt Anschluß") gemindert, aber nicht die Ursache ("Anschlußgefährdung aufgrund von Verspätung") beekämpft.

Ja, das ist enorm. Mein böser Arbeitgeber lässt mich auch nicht im Büro wohnen. Und der Bahnhof ist von hier aus auch zehn Gehminuten entfernt - und überhaupt: dass sich nicht die ganze Welt in München konzentrieren lässt (na gut: für manchen Oberbayern schon - aber das ist hier nicht Thema) ist schon ein bisschen schwach vom Universum: Was man da hochgerechnet aufs gesamte Leben eine Zeit verplempert...

Was habe ich mit München zu tun? Nichts. Aber 17 Minuten Anschlußzeit, wo es 5 genauso täten, sind 12 verplemperte Minuten. Pro Woche eine Stunde. Also mehr als ein ganzer Tag im Jahr. Das nenne ich nicht "bequem".
Und ganz ehrlich, im Büro wohnen möchte ich nicht, ich verbringe eh schon viel zu viel Zeit dort.

Du scheinst wirklich ausschließlich Luxusprobleme zu haben

Nein. Es gibt Probleme, die ich nicht als Luxus bezeichne.

Zum einen ist das so schön gezeichnete Bild, genau jenes, das ich von dir nach Lesen deiner Beiträge genau so von dir gewonnen habe.

Vermutlich weil's stimmt. Aber macht nichts, von Dir hat man hier auch ein sehr deutliches Bild, das sich allerdings nicht forenregeltauglich be- oder umschreiben läßt. Weder in Text, noch Bild, noch Ton.

Zum anderen ist die Eisenbahn nun leider kein Individualverkehrsmittel, so dass es vollkommen gleichgültig ist, was du einsiehst, denn es zählt allein der Kompromiss, der einer Mehrheit von Reisenden dienlich ist.

Wie wäre es mit pünktlichen Zügen und dadurch funktionierenden Anschlüssen? Oder willst Du da sagen, das wäre nicht der Mehrheit von Reisenden dienlich?

Dass die dann vor der Wahl steht den 7-Minuten-Anschluss zu verpassen oder 67 Minuten zu warten, passt irgendwie ins o.g. Bild, andererseits auch wieder nicht so ganz zu deinem Anschlussverständnis... was mich in Summe aber wenig überrascht. Naja.

Wieso, in 7 Minuten komme ich in Frankfurt (wo der Hbf zwar nicht der flächenmäßig größte in Deutschland ist, aber doch zu den großen zählt) von Gleis 1a nach Gleis 24. Mit Gepäck. Wenn allerdings das Bahnnetz und die Fahrzeuge so abgewirtschaftet sind, daß die planmäßigen 7 Minuten nur noch zwei sind, klappt das nicht mehr - aber dann ist es die Aufgabe aller Beteiligten, dafür zu sorgen, daß die 7 Minuten auch tatsächlich zur Verfügung stehen, indem man pünktlich ist.

"Lösungen", die die Symptome unterdrücken statt die Ursachen zu bekämpfen, nicht mögende Grüße,
der Colaholiker

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