10-Minuten-Übergang: Unnötiger Stress (Allgemeines Forum)

musicus, Mittwoch, 23.11.2016, 07:20 (vor 3410 Tagen) @ Murrtalbahner
bearbeitet von musicus, Mittwoch, 23.11.2016, 07:22

...der den Schienenverkehr nicht gerade attraktiver macht.

Aber warum ist das so? Ist es denn nicht möglich, pünktlich zu fahren, so dass auch 10-Minuten-Anschlüsse funktionieren?

Offenbar nicht. Meine Erfahrung zeigt mir, dass rund 50% aller Züge verspätet sind - zwar oft auch unter 6 Minuten, aber bei einem 10-Minuten-Übergang machen 5:30 Minuten Verspätung (im Bahnsprech: pünktlich) eben einen 4:30 Übergang. Das setzt aber schon voraus, dass man als erster aus dem verspäteten - ääh... natürlich pünktlichen Zug kommt und in der Zeit zum nächsten pünktlich 25 Sekunden vor Zeigersprung abzufertigenden Anschlusszug kommen muss. Praktisch ist das eher ein 3-Minuten-Übergang und in der Zeit hast du an nahezu jedem bedeutenden Großstadt- oder Knotenbahnhof nur als Sportler eine Chance - wenn überhaupt.

10 Minuten sind eine lange Zeit, die in nahezu jedem Bahnhof in Deutschland reichen, den Bahnsteig zu wechseln.

Mag sein - damit ich aber auch tatsächlich 10 Minuten habe, müssten im Fahrplan eher 15 vorgesehen sein. Man kann nicht annehmen, die Züge seien pünktlich.

Natürlich nicht für den Rolli-Fahrer, der in Berlin mit dem Hublift aus dem ICE gehieft werden muss (der natürlich völlig überraschend umgekehrt gereicht kommt und der Hublift erst über den engen. überfüllten Bahnhof geschoben werden muss), der dann mit dem Labertaschen-Aufzug nach Gleis 6 gebummelt wird um dort den Anschluss nach Stralsund zu bekommen.

Danke für zwei brillante Beispiele:
- der Behinderte ist in dieser Logik wohl selbst schuld, dass er nicht Auto fährt oder eben eine Verbindung mit 70 Minuten Übergangszeit wählt?
- Schon mal mit Reisegepäck von Berlin Hbf tief nach oben umgestiegen? Auf die Uhr gesehen? Ich zumindest war negativ überrascht.


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