Korrespondenzen im FV gänzlich aufheben (Allgemeines Forum)

musicus, Mittwoch, 23.11.2016, 09:33 (vor 3409 Tagen) @ Colaholiker
bearbeitet von musicus, Mittwoch, 23.11.2016, 09:38

Wenn Dein Gepäck Deine Umsteigezeit verlängert, hast Du zu viel Gepäck. So einfach ist das.

Natürlich nicht. Alles, was größer und schwerer ist als das, was im Flugverkehr gemeinhin als "Handgepäck" durchgeht, wirkt sich auf den Umsteigevorgang aus, weil man eben räumlich und physisch nun weniger wendig und flexibel daherkommt, zumal man ja i.d.R nicht allein auf Umsteigebahnhöfen unterwegs ist.

Wer so viel zu transportieren hat, muß dann eben den Gepäcktransportservice in Anspruch nehmen.

Interessante Sichtweise, ich hoffe der hier mitlesende Bahnvorstand nimmt davon Notiz.

In der Regel betrifft so etwas ja Fahrten, die jeder einzelne selten macht, Tagespendler haben in der Regel ja keinen nennenswerten Gepäckanteil, von daher hält sich der finanzielle Aufwand in Grenzen.

Schon beim Wochenendpendler sieht es häufig anders aus.

Und, so nebenbei, bei der letzten Fahrt in den Urlaub haben meine Freundin und ich einen nur-noch-4-Minuten-Anschluß in Hamburg geschafft. Von einem Bahnsteig auf den anderen. Bei spiegelbildlicher Wagenreihung. Mit zwei großen Koffern, einem kleinen "Kabinentrolley" und einem kleinen Rucksack. Und da, wo wir aus dem ersten Zug ausstiegen, gab's keine Rolltreppe nach oben. Warum ging es?

Weil du jemanden vorschicken konntest, der die Abfahrt bis zu deinem Eintreffen durch Blockieren einer Tür verhindert.

Weil ich die beiden großen Koffer geschnappt habe, meine Freundin den kleinen und den Rucksack. Sprich: Wir hatten nur so viel Gepäck dabei, wir wir handhaben konnten.

Eben nicht - als Einzelreisende wärt ihr ziemlich aufgeschmissen gewesen, mutmaße ich, sonst hättet ihr es ja wohl kaum so gelöst, wie beschrieben - und demzufolge genau von der Kategorie "Wer so viel zu transportieren hat, muß dann eben den Gepäcktransportservice in Anspruch nehmen."

ITF geht in Deutschland nicht, bzw. nur wenn die Linien an Knotenbf. zeitlich mindestens 15 Min. versetzt halten.

Und wir verlängern die Reisezeit mit langsamen Anschlüssen. Attraktivitätssteigerung? Nope.

Wir stellen eine signifikant höhere Anzahl von Anschlüssen sicher. Attraktivitätssteigerung? Yeah!
Was dir daran missfällt, ist nicht so ganz zu begreifen - immerhin stört dich ja selbst, dass veröffentlichte und tatsächliche Ankunftszeit der Züge voneinander abweichen.

Außerdem - einen "entspannten 17 Min.-Anschluß" habe ich jeden Morgen und ich ärgere mich jeden Morgen über die verlorene Lebenszeit. Straßenbahn kommt um 6 am Bahnhof an (die nächste käme eine Viertelstunde später, da man uns ja den morgendlichen 10-Minuten-Takt nicht mehr gönnt, weil die Straßenbahnen in der Gegenrichtung so leer sind, daß eine rechnerische durchschnitliche Auslastung von 50% raus kam, obwohl die Bahnen in der Haupt-Lastrichtung aus allen Nähten platzen), Abfahrt der Regionalbahn ist um 6:17. Spätestens 6:03 stehe ich am Bahnsteig, warte dann erstmal 8 Minuten bis die Bahn (das Verkehrsmittel, nicht das Unternehmen) überhaupt kommt - bei allen Annehmlichkeiten des Hauptbahnhofs - nur um dann einzusteigen und weitere neun Minuten auf die Abfahrt zu warten. Gaaaaaaanz toll. Was man da hochgerechnet aufs gesamte Leben eine Zeit verplempert...

Ja, das ist enorm. Mein böser Arbeitgeber lässt mich auch nicht im Büro wohnen. Und der Bahnhof ist von hier aus auch zehn Gehminuten entfernt - und überhaupt: dass sich nicht die ganze Welt in München konzentrieren lässt (na gut: für manchen Oberbayern schon - aber das ist hier nicht Thema) ist schon ein bisschen schwach vom Universum: Was man da hochgerechnet aufs gesamte Leben eine Zeit verplempert...

Von zu langen Anschlüssen genervte Grüße

Du scheinst wirklich ausschließlich Luxusprobleme zu haben

Ich sehe auch nicht ein, warum ich als durchschnittlich sportlicher Reisender (was ich nicht rennen kann, mache ich bei der Durchschlagskraft wett, wenn ich angestampft komme und jemand im Wege steht <Insert Geräusch eines granatenmäßig abräumenden Strikes beim Bowling here>) grundsätzlich Reisezeitverlängerungen in Kauf nehmen soll, um Personen, die jetzt schon die Möglichkeit haben, ihre Umsteigezeiten entsprechend zu verlängern, den Umstieg zu ermöglichen.

Zweierlei:
Zum einen ist das so schön gezeichnete Bild, genau jenes, das ich von dir nach Lesen deiner Beiträge genau so von dir gewonnen habe.
Zum anderen ist die Eisenbahn nun leider kein Individualverkehrsmittel, so dass es vollkommen gleichgültig ist, was du einsiehst, denn es zählt allein der Kompromiss, der einer Mehrheit von Reisenden dienlich ist. Dass die dann vor der Wahl steht den 7-Minuten-Anschluss zu verpassen oder 67 Minuten zu warten, passt irgendwie ins o.g. Bild, andererseits auch wieder nicht so ganz zu deinem Anschlussverständnis... was mich in Summe aber wenig überrascht. Naja.


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