Doppelstöcker und Passagierwechselzeit (Allgemeines Forum)

Alphorn (CH), Montag, 17.01.2011, 00:46 (vor 5559 Tagen) @ Benjamin.Keller

Mag ja auch sein, dass 55cm das überlegene Konzept ist. Das ändert aber nichts an meinem Standpunkt, dass in meiner Umgebung alle wichtigen Stationen auf 76cm sind, was stufenlosen Einstieg in einstöckige Fahrzeuge ermöglicht, so dass ich wenig Sinn darin sehe, wenn auf einmal wieder alles umgebaut wird und andere Fahrzeuge nötig werden.

Zugegeben, 55cm-Bahnsteige würden die Stufenlosigkeit einiger aktueller Einstöcker zerstören (wie verbreitet ist eigentlich 76cm Bodenhöhe?). Aber 76cm zerstören die Stufenlosigkeit aller aktuellen und künftigen Doppelstöcker, wohingegen sich künftige Einstöcker an 55cm Bahnsteighöhe anpassen könnten.

Darüberhinaus halte ich gerade wegen der Standzeiten sowieso Dostos wie schon einmal hier gesagt für nicht geeignet für Ballungsraumverkehr, wo diese gerade in NRW eingesetzt werden.

Dem würde ich widersprechen. Die gesamte S-Bahn Zürich (eine Mischung aus Stadt- und Regionalverkehr) basiert auf Doppelstöckern. Der Passagierwechsel geht bei den neueren Fahrzeugen mit Tiefeinstieg schnell, weil sich die Aussteiger in vor den Türen sammeln und stufenlos aussteigen. Die Einsteiger sind sowieso kein Problem, die können sich nach Abfahrt auf die Stockwerke verteilen.

Insgesamt kommt man zwar nicht ganz an die Passagierwechselzeiten von Einstöckern heran, aber man braucht für die gleiche Kapazität ja auch weniger Züge. Die Stammstrecke von Zürich (20'400 Sitzplätze pro Stunde und Richtung, künftig 23'800) hat eine höhere Kapazität als die in München (17'300). Fairerweise müsste man allerdings auf die gleiche Bahnsteiglänge umrechnen, dann läge die S-Bahn Zürich mit 16'700 knapp hinter München, allerdings muss sie sich noch durch einen nur dreispurigen Bahnhof zwängen.


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