Warnapp funktioniert nicht (Sammelthreads)

Barzahlung, Freitag, 24.09.2021, 16:31 (vor 1657 Tagen) @ Henrik
bearbeitet von Barzahlung, Freitag, 24.09.2021, 16:35

Weil es auf DSO Thema war, hab ich den Beitrag auch gleich mal hier reingesetzt ohne direkten Bezug zu anderen Beiträgen. Der ein oder andere hat sich ja schon interessiert gezeigt. ;-)

Im Gegenteil, da sich die Mitarbeiter nie länger als 10min. beim Fahrgast aufhalten, entstehen in öffentlichen Verkehrsmitteln auch überhaupt keine engen Kontakte zu irgendwem außer evtl. anderen Mitarbeitern. Dass mehrere, kürzere Kontakte ein erhöhtes Infektionsrisiko birgen könnten, dafür sind die relativen Fallzahlen SARS-Cov2 Positiver zu gering.


sind sie es, erst recht hier - das spricht aber sehr dafür, dass die Infektionsgefahr im ÖV sehr gering ist.

Für Mitarbeiter ja, für Fahrgäste nein, so habe ich das ja auch beschrieben (wegen der Dauer der Begegnungen mit anderen Personen):
So seltsam das auch klingen mag!

Zugbegleiter und Prüfer stehen/sitzen Fahrgästen fast nie länger als 10min. gegenüber, Fahrgäste dagegen ständig.

Das größte Problem aber ist: Man begegnet stets Fremden und die Warnapp kann enge Kontakte zwischen Fahrgästen im ÖPNV nicht aufspüren.


genau das kann die WarnApp und genau dafür ist sie da und ist da auch recht erfolgreich.

Ich gehe davon aus, dass Du Dich darüber informiert hast, wie gut WarnApps im ÖPNV funktionieren. Sonst würdest Du nicht die konträre Behauptung aufstellen, dass die WarnApp genau das könne und erfolgreich wäre.

Dann bist Du mit Sicherheit über diese Auswertung aus Dublin gestolpert, mit der man ganz ohne Studie mit mehreren Teilnehmern gut begründen kann, warum die WarnApp in Bussen nicht das Gewünschte leistet.
Bitte komm mir jetzt nicht mit dem Einwand, dass die Umgebung im ICE (oder Zügen im Allgemeinen) weniger metallreich sei.

Ich zitiere mal aus der Conclusion:

Measurements were collected
between 60 pairs of handset locations and are publicly
available. We find that the attenuation level reported by the
GAEN API need not increase with distance between handsets,
consistent with there being a complex radio environment inside
a bus caused by the metal-rich environment. Changing the
people holding a pair of handsets, with the location of the
handsets otherwise remaining unchanged, can cause variations
of +/-10dB in the attenuation level reported by the GAEN
API. Applying the rule used by the Swiss Covid-19 contact
tracing app to trigger an exposure notification to our bus
measurements we find that no exposure notifications would
have been triggered despite the fact that all pairs of handsets
were within 2m of one another for at least 15 minutes.
Applying an alternative threshold-based exposure notification
rule can somewhat improve performance to a detection rate
of 5% when an exposure duration threshold of 15 minutes is
used, increasing to 8% when the exposure duration threshold
is reduced to 10 minutes. Stratifying the data by distance
between pairs of handsets indicates that there is only a weak
dependence of detection rate on distance.

Mit dem ICE hat das jetzt relativ wenig zu tun.

Auch mit dem ICE hat das zu tun 1. und 2. verstehe ich nicht, was der Einwand soll, dass Ereignisse die nichts mit dem ICE zu tun haben, irgendwie irrelevant wären.

Abschließend hat nicht jeder die Warnapp, aber selbst wenn sie jeder hätte, würd sie keine brauchbaren Daten liefern (s.o.)
Ich kann es Dir nicht übel nehmen. Du fährst offensichtlich gerne mit der Bahn, gern mit dem ICE und hättest natürlich gerne das, was schon die ganze Zeit groß gepredigt wird. Es ist aber nicht seriös, wissenschaftlich belegt.
Man kann umgekehrt sehr gut begründen, warum der öffentliche Verkehr ein möglicher Hotspot sein könnte, wovon ich ausgehe, es aber ebenso nicht anhand von Studien belegen könnte.

Im Fernverkehr empfehle ich Dir da die 1. Klasse oder/und auch Reservierungen im Abteil.

Die 1. Klasse ist seit Corona teilweise stärker ausgelastet als die 2. Klasse.

Während der Lockdowns hätte ich ein bundesweites Beförderungsverbot, d.h. die Einstellung von ÖPNV/FV für zielführend gehalten. Das sollte man für die kommenden Lockdowns (spätestens ab Dezember/Januar!) auch nochmal ernsthaft überprüfen und nicht wie beim letzten Mal wegen des Medienechos kalte Füße bekommen.

Bedenk bitte, dass mir es selbst wehtut, sowas zu schreiben und ich mich sicher nicht in einem Forum, das sich ICE-Treff nennt, registriert hätte, wenn ich eine Phobie gegen Zugfahren und übernormale Panik vor Covid-19 hätte. Ich habe allerdings eine noch viel stärkere Allergie gegen Heuchelei und dem Verdrehen von Fakten, v.a. Dinge die offensichtlich nicht wahr sind (ÖPNV fördert Begegnungen und damit auch Ansteckungen, das ist Fakt) völlig kritiklos stehen zu lassen.


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