Schweiz zahlt nur, wenn es der Schweiz direkt dient (Allgemeines Forum)

flierfy, Sonntag, 13.04.2014, 20:58 (vor 4385 Tagen) @ caboruivo

Hauptprofiteure?! Deutschland hat keinen Cent bezahlt und hat durch die LGV Rhin-Rhône fast mehr profitiert:

  • Frankfurt erhielt ganze 1.5 Jahre vor Basel das direkte Zugspaar nach Marseille
  • Freiburg erhielt ebenfalls ein TGV-Zugspaar

Während Zürich und Basel von einer halben Stunde Fahrzeitersparnis profitieren.

Und ja die 200 Millionen Euro durch die EU zähle ich NICHT als deutsches Geld.

Das ist eine sehr seltsam Annahme. Aber sei's drum. Unser finanzieller Beitrag ist ohnehin substantieller, da wir Milliarden Euro aufwenden, um die französischen LGVs in Deutschland mit SFSen fortzusetzen.

Weil das Projekt von deutscher Seite bereits aufgegleist wurde, als die NEAT noch nicht offiziell verankert war.

Ihr hättet euch ja auch ohne Neat was dazugeben können. Schliesslich wird die Strecke die Erreichbarkeit der Schweiz erheblich verbessern.

Trotzdem ist das Hexagon sternförmig auf die Île de France ausgerichtet, auch wenn in den letzten Jahrzehnten ein Trend zu "Querverbindungen" eingesetzt hat. Das hat nichts mit der Siedlungsstruktur zu tun. Eine Region gibt den Ton an, das ist in Frankreich viel vorherrschender als in der Schweiz. Hier gibt es verschiedene Cluster, wenn man es so nennen will. In der Region Basel ist beispielsweise die Pharmazeutik vorherrschend, während es in Zürich das Finanzwesen ist.

In punkto Besiedelung ist es so, dass diese in der Schweiz, sofern es die Topographie zulässt, wahrhaftig dichter ist. Hier sind auch grössere Städte in geringerer Distanzen als beispielsweise in Frankreich.

Nîmes, Avignon, Arles, Aix-en-Province, Marseille, Toulon und Nice. Die Städte liegen alle dicht beieinander. Und grösser als schweizer Städte sind sie ebenfalls. Im Elsass liegen Städte ebenfalls nicht weit auseinander.

Natürlich agiert auch die DB niemals aus Eigennutz...

Zu wessen Nutzen diese DB wirklich agiert, kann ich dir nicht sagen. Der deutsche Steuerzahler wird jedoch für viele Projekte rangezogen, von denen er nicht direkt profitiert.

Es geht nicht um die absoluten Zahlen, sondern an den Anteil der Gesamtreisezeit. Wenn du in Deutschland die Reisezeit von 8 auf 6 Stunden reduzieren kannst, ist das eine geringere Ersparnis als wenn du von 3 auf 2 Stunden senkst.

Wir senken die Fahrzeit zwischen Erfurt und Nürnberg von 3h06 auf 1h06. Das ist nahezu eine Drittelung und somit auch relativ besser als die Fahrzeitgewinne in der Schweiz.


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