Italienische Bahn will nach Deutschland (Allgemeines Forum)

flierfy, Sonntag, 06.04.2014, 20:45 (vor 4397 Tagen) @ Twindexx

Erstens: Die Neat wird in erster Linie für den Güterverkehr gebaut (Verfassungsauftrag)
Zweitens: Es hat ja zwei Personenzugtrassen pro Stunde und Richtung.

Aber eben keine Trasse für einen Open-Access-EVU.


Bekommt man nicht.

TomTom sagt ja. Und die haben einen ziemlich präzisen Routenplaner. Aber du kannst das mit eigenen Fahrzeiten kontern.


Fast 300 km sind nicht kurz.

Für 3 h Fahrzeit in einem Fernzug sind 300 km ziemlich kurz. Das schafft ja jeder schnellere Regionalexpress.


7h 45min. Wenn die die Deutschen ihren Streckenausbau Frankfurt - Basel abgeschlossen hätten, wären es dann ca. 6h 30min. Viel Zeit geht also wegen des fehlenden Ausbaus auf deutscher Seite verloren.

Übrigens ist die Fahrzeit Frankfurt - Basel auch drei Stunden lang, dabei ist die Strecke gar nicht wirklich länger als Zürich - Milano. So ein Fingerzeig auf die Fahrzeit Zürich - Milano ist also schon recht arrogant, wenn man es auch selbst nicht besser auf die Reihe bekommt.

Frankfurt(M)-Basel dauert mit DB Fern 2:44 h. Dabei ist die Fahrt nicht nur eine Stunde schneller als Zürich-Milano, sie wird auch dann noch schneller sein, wenn die Alpen querenden Tunnelstrecken in Betrieb gehen. Und dass obwohl der Fahrweg 10% länger ist.
Zeit verbummelt wird also hauptsächlich in der Schweiz.


Du vergisst, dass damit Anschlussreisende aus den Regionen Zürich/Zug oder Luzern/Basel/Deutschland ihre Anschlusszüge erreichen. Wenn Du beispielsweise in Basel aus dem ICE in den IR zum Gotthard umsteigst, dann willst Du nicht, dass dann in Arth-Goldau der schnelle IC aus Zürich einfach durchfährt, sondern anhält um Dich einsteigen zu lassen.

Es geht nicht um Anschlussreisende, sondern um eine Direktverbindung zwischen Frankfurt(M) und Milano. Und die braucht keinen Halt in Arth-Goldau.


Doch sicher, denn es hindert Dich ja niemand daran, in diesen Zug einzusteigen.

Doch, das Zeit-Budget der Reisenden hindert sie daran, solche Züge zu benutzen. Wenn man den ganzen Tag unterwegs sein würde, fährt man nicht mit der Bahn, sondern fliegt.


Oben beschwerst Du dich noch, dass knapp drei Stunden Fahrzeit zu lange wären und hier willst Du jetzt noch eine Geschwindigkeitsreduktion für die EC/IC, welche natürlich die Fahrzeiten verlängern würden. Das passt nicht zusammen. Entscheide Dich, was Du willst.

Kurze Fahrzeit und viel Kapazität. Lässt sich erreichen durch hohe Geschwindigkeiten an der Erdoberfläche, wo sich viel mehr Zeit gewinnen liesse und es auch einfacher ist, mehr Gleise zu verlegen, und eine kleine Bandbreite an Geschwindigkeiten im Tunnel. Eben wie im Eurotunnel.

Du scheinst offensichtlich überhaupt nichts von dem zu lesen, was ich schreibe?

Ich lese sehr genau, was du schreibst. Nur stellt sich mir die Frage, was der Verweis auf einen Eurocity Zürich-Milano soll, wenn eine Direktverbindung Frankfurt(M)-Milano verlangt ist.


Nochmal: Es wird einen durchgehenden Eurocity-Stundentakt Zürich - Milano (alle 60 Minuten ein internationaler Fernverkehrszug!) pro Richtung mindestens 14mal am Tag geben. Also wird hier der internationale Fernverkehr in besonderem Masse berücksichtigt und längst nicht nur der Binnenverkehr.
Demzufolge ist Deine Anschuldigung des Egoismus auch absolut haltlos und sogar völlig daneben!

Haltlos ist der Vorwurf erst, wenn ein EVU eine passable Trasse für einen Personenzug quer durch die Schweiz zu vernünftigen Preisen erhält.


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