Ohne Vorrat kann die Bahn nicht mitwachsen (Allgemeines Forum)

flierfy, Sonntag, 13.04.2014, 19:31 (vor 4385 Tagen) @ Alphorn (CH)

Die Infrastruktur reicht für einen "hohe Passagierzahlen zuerst"-Fahrplan. Strecke ausbauen für 3 Sprinter pro Tag? Nicht solange viele der 40 ICs pro Tag zwischen Bern und Zürich übervoll sind.

Einzelne Züge werden bei anderen Bahnen auch ohne Ausbau mit durch geleitet. Nur in der Schweiz muss man wegen einem Zug gleich anfangen, neue Gleise zu bauen? Das klingt unglaubwürdig.


Und warum wurde dann nicht vor der Überholung nicht schon 6 Minuten schneller gefahren? Richtig, weil das Reserven sind. Und du reduzierst die Reserven auf 0, wenn Du sie für eine Überholung opferst. Bye bye Pünktlichkeit. Und in Deutschland wird bei neuen Strecken mit 5% Reserve gerechnet, man müsste also 120 Minuten fahren, um die 6 Minuten rauszuholen.

Ich rede eher von den Bummel-Reserven, die durch den ITF entstehen. Weil man Züge nicht zu früh in einem Umsteigebahnhof haben will, wird auf der Strecken schon mal langsamer gefahren. Und genau diese Reserve kann man für eine Überholung heben.


Reserven sind dazu da, Pünktlichkeit zu gewährleisten. Die Pünktlichkeit in der Schweiz ist sehr gut, also sind die Reserven ausreichend. Du hingegen sprichst von Zusatzkapazitäten. Die sind nicht da, denn bevor ein Produkt feststeht, welches die zusätzlichen Kapazitäten nutzen wird, werden die in der Schweiz nicht auf Vorrat gebaut - es gibt viel zu viele andere Stellen, wo jetzt schon die Nachfrage das Angebot übersteigt, und dort wird zuerst gebaut.

Du magst mit Zusatzkapazität neue Begriffe einführen. Es bedeutet aber nichts anderes als Reserve. Und wenn es in der Schweiz keine Trassen-Reserven gibt, dann wurde schlicht auf Kante genäht. Da brauchst du auch nicht weiter um den heissen Brei drumrum reden.


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