Italienische Bahn will nach Deutschland (Allgemeines Forum)

flierfy, Sonntag, 06.04.2014, 14:15 (vor 4392 Tagen) @ Twindexx

Nein, da liegst Du vollkommen falsch. Die Trassenkapazitäten im Transitgüterverkehr werden deutlich erweitert.

Es geht um den Personenverkehr zwischen Frankfurt(M) und Milano. Da nützen Güterverkehrstrassen nichts.


Nein, da liegst Du vollkommen falsch. Das Angebot im Schienenpersonenfernverkehr wird deutlich ausgebaut. IC/EC-Halbstundentakt Zürich - Lugano bei Fahrzeiten von unter zwei Stunden.

Nein, da liegst Du vollkommen falsch. Es werden am Gotthard stündliche EC nach Milano fahren, mindestens 14-mal täglich. Das ist das genaue Gegenteil von grottig, es ist ein sehr gutes Angebot. Zürich und Milano werden in unter drei Stunden miteinander verbunden.

Und genau das ist es ja, was so grottig ist. Eine Fahrzeit von 3 h bekommt man auch mit dem Auto hin. Und wenn man schon für das kurze Stückchen 3 h braucht, wie lang ist man dann erst zwischen Frankfurt(M) und Milano unterwegs?

Der Ausbau der Rheintalbahn dient dem Anschluss an die Neat und damit auch an diese guten EC-Verbindungen.

Das einzige egoistische ist Deine Sichtweise, den Rheintalbahnausbau in Frage zu stellen und damit die Anbindung Deutschlands an andere Ländern. Deine Sichtweise wäre also in Wahrheit ein grosser Bremsklotz des kontinentalen SPFV.

Deutschlands Anbindung hängt nicht von der Rheintalbahn ab. Für das Geld, was dieser Ausbau kostet, könnten wir uns bessere Verbindungen nach Polen, Dänemark und die Niederlande bauen. Dort finden unsere Verkehrswege wenigstens eine adäquate Fortsetzung und die Züge bekommen die benötigten Trassen.

In die stündlichen EC nach Milano dürfen auch Leute einsteigen ohne Schweizer Wohnsitz, somit ist da gar nichts egoistisch.

Oh ja, wie weltmännisch. Du vergisst jedoch zu erwähnen, dass der Zug durch die Landschaft bummelt und in Arth-Goldau hält. Somit ist es kein Angebot, dass für Fahrten zwischen Frankfurt(M) und Milano brauchbar ist.


Da ist gar nichts abenteuerlich. Der Tunnel lässt diese Geschwindigkeiten zu, die Strecken ausserhalb des Tunnel nicht. Also fährt man im Tunnel schneller als draussen. Und da braucht es ausserhalb des Tunnels auch keine weiteren Beschleunigungen, denn die von der Regierung als Auftraggeber des Tunnels vorgegeben Zielfahrzeiten von 1:51 h für Zürich - Lugano werden auch so erreicht.

Die grossen Geschw-Unterschiede fressen aber die Trassen auf. Und das genau in einer Engstelle des Eisenbahnverkehrs zu praktizieren, ist ziemlich idiotisch. Der Eurotunnel wird da sehr viel besser betrieben. Hier wird auch der schnelle Fernverkehr auf 160 km/h gebremst. So passen mehr Züge durch die teure Infrastruktur.


Und mal angenommen, in der Volksabstimmung für eine zweite Gotthard-Strassenröhre würde diese abgelehnt, was gar nicht so unwahrscheinlich ist, dann wird der bestehende Gotthard-Strassentunnel wegen der Sanierung für drei Jahre komplett geschlossen ohne für den Strassenverkehr eine Alternative zu haben. In diesem Fall wird ein Bahnverlad am Gotthard eingerichtet, der drei Güterzugtrassen im Basistunnel beanspruchen wird (plus einige Trassen am Scheiteltunnel). Da die restlichen drei Trassen vom normalen Güterverkehr genutzt werden, wäre spätestens dann Schluss mit unkonzessionierten Personenverkehren.

Und genau das ist das Egoistische an der Sache. Die Kapazitäten werden allein für schweizer Binnenverkehr vorgehalten. Der internationale Fernverkehr wird in keiner Weise berücksichtigt.


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