Italienische Bahn will nach Deutschland (Allgemeines Forum)

flierfy, Montag, 07.04.2014, 19:35 (vor 4399 Tagen) @ Twindexx

Hör mal gut zu:
Die Neat auf der Gotthardachse kostet den Schweizer Steuerzahler 12.49 Milliarden Franken. Im Bezug auf die Bevölkerung entspricht dies in Deutschland Kosten von umgerechnet 101.23 Milliarden Euro. Oder anders gesagt: Die Schweiz baut zehnmal die Hochgeschwindigkeitsstrecke Nürnberg - Berlin. Und dann muss man sich hier einen solchen abenteuerlichen Blödsinn von Dir hier anhören lassen?!?

Einfache Regel: Wer zahlt, schafft an. Zahlen tut die Schweizer Staatskasse mit Schweizer Steuergeldern, also darf die Schweizer Regierung auch sagen, wie der Laden läuft. Wenn das der EU nicht passt, kann sie ja einen eigenen Tunnel finanzieren. Tut sie aber nicht, weil die Schweizer Neat eben doch für die EU-Wirtschaft zu einem volkswirtschaftlichen Gewinn führen wird.

Mit solchen Tiraden brauchst du mir nicht kommen. So lange du und deine Landsleute die Infrastrukturen der euch umgebenden Länder mitbenutzen, gelten für euch die gleichen Regeln wie für alle anderen auch. Und die beinhalten eben, dass auch Open-Access-Verbindungen vernünftige Trassen bekommen.

Bist Du dir der Tragweite dieser Forderung wirklich bewusst? Ich denke nicht.

Steuergeld für zusätzliche Infrastruktur zu investieren, damit Private Gewinn machen können. Gehts noch?

Steuergeld für Infrastrukturen wird immer dafür aufgewandt, damit private Unternehmen Gewinnen machen können, um wiederum Steuern zu zahlen. So funktionieren unsere Volkswirtschaften nun mal. Mach du dich mal mit diesen Realitäten vertraut.


Dann liegt TomTom falsch. Der Zug wird mindestens eine Viertel Stunde schneller sein als das Auto.

Ein Viertelstunde schneller von Bahnhof zu Bahnhof heisst, dass das Auto von Stadt zu Stadt mindestens gleich schnell ist.


Das sehe ich anders, 3 h für 300 km geht völlig in Ordnung bei der Topografie. Wir sind hier nicht im flachen Deutschland sondern in der hochalpinen Schweiz. Und 300 km ist längst eine IC-Distanz. Selber Schuld, wer das im Regionalverkehr fährt.

Ja ja, von wegen flaches Deutschland und hochalpine Schweiz. Zwei Drittel von Deutschlands Fläche ist von Mittelgebirgen und deren Ausläufern bedeckt, genau wie 50% der Schweiz.


Schau lieber nochmal in den Fahrplan, bevor Du das nächste Mal sowas schreibst. Du hast nämlich Unrecht.

Schau du lieber selber in den Fahrplan, bevor du solchen Unfug behauptest.


Wenn sie im Takt eingebunden wird, dann schon.

So ein Zug will aber gar nicht in den Takt eingebunden sein. Wofür auch. Das wird eine Direktverbindung zwischen wenigen Grossstädten.


Aha, was glaubst Du eigentlich, wieviel der Halt in Arth-Goldau an Zeit beansprucht? Es sind lächerliche sechs Minuten. Und sechs Minuten bei über sieben Stunden Reisezeit machen genau nichts aus. Deswegen wird bei niemandem das Zeit-Budget durcheinander geraten.

Es gibt dutzende Orte von dieser Grösse an der Strecke. Da kann man eben nicht einfach in jedem dieser Städtchen 6 Minuten liegen lassen. Zumal die Zahl der Zusteigenden wahrscheinlich nicht mal die anfallenden Stationsgebühren decken dürfte.


Und jetzt verrate uns mal, wie man ausserhalb des Tunnels schneller fahren soll? Meinst Du etwa, dass man da einfach über die vorhandenen Gleise mal einfach so schneller drüberfahren kann? Nein, dem ist garantiert nicht so.

Genau aus dem Grund baut jedes andere Land, das auf die Eisenbahn setzt, neue Bahnstrecken, die sehr viel höhere Geschwindigkeiten zulassen. Nur in der Schweiz meint man mit Strecken aus dem 19ten Jh auszukommen.

Und zum Thema mehr Gleise verlegen: Da die jetzt geplanten Gleisanlagen für die geplanten Verkehre ausreichen werden, für was sollte man das tun? Achja, für deinen Open-Access-Verkehr. Also wieder das Thema Steuergeld für privaten Gewinn. Also vergiss es oder der Private bringt das Geld selbst mit.

Jedes EVU zahlt für jeden Streckenkilometer und jeder Halt seine Gebühren. Deine Angst, dass hier jemand umsonst etwas benutzen könnte, ist vollkommen unbegründet.


Man kann nicht alles haben. Die SBB wollten ursprünglich einen Zweistundentakt EC Frankfurt - Milano fahren. Aber erstens hat sich gezeigt, dass diese so im deutschen Abschnitt wegen des fehlenden Ausbaus nicht fahrbar wären (wer bremst nun?) und in Italien die von Trenitalia zugesicherten Fahrplantrassen nicht hätten erreicht werden können.

Das ist doch Unsinn. Wenn die SBB eine Trasse anmelden, dann bekommen sie sie auch. Und zwar eine Trasse, die auch fahrbar ist. Der verzögerte Ausbau ist ganz bestimmt kein Grund für ein Ausbleiben dieser Linie.


Vollkommener Stuss!

Das sind nun deine Argumente. Das ist schlicht lächerlich.


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