Italienische Bahn will nach Deutschland (Allgemeines Forum)

telemaxx, Bremen, Hannover, Freitag, 11.04.2014, 20:16 (vor 4394 Tagen) @ Twindexx

Moin!

Ja klar, weil
A) die Siedlungsstruktur beider Länder grundverschieden ist und
B) die Schweiz diese französischen Hochgeschwindigkeitsstrecken auch tatkräftig mitfinanziert hat.

Zu B) Z.B. bei der LGV Rhin-Rhone ist der Anteil relativ gering, 'tatkräftig mitfinanziert' hört sich da etwas überzogen an. Bei den anderen Projekten kann ich das nicht beurteilen. Ich finde es aber gut, dass die Schweiz bei Projekten, die ihre Interessen tangieren, finanzielle Beiträge leisten, um die Umsetzung zu beschleunigen oder Ähnliches.

Konkurrenzfähig ist die Bahn nur dort bei gleicher Reisezeit, wenn das Parken von Autos am Ausgangsort oder am Ziel teuer ist. Das ist aber nur im Zentrum von grossen und grösseren Städten der Fall. Schon an deren Rändern ist Parken zu billig, so dass der ÖV hier kaum einen Stich sieht.


Es geht bei weitem nicht um die Kosten. Wenn jemand bei gleicher Reisezeit entweder selber fahren müsste oder bequem gefahren werden kann, was wird derjenige dann tun? Natürlich wird er gefahren werden wollen. Erst recht wenn es über drei Stunden geht. Diese Rechung geht auch schon ab einer Stunde Reisezeit auf. Kosten sind nicht alles, Parkiergebühren erst recht nicht.

Das sehe ich nicht so. Viele Menschen, die im Besitz eines Autos sind, fahren aus Bequemlichkeit und weil sie denken, dass es billiger ist, mit dem Auto. Auch andere Faktoren wie Gepäck oder Kinder können großen Einfluss auf die Entscheidung haben. Dazu kommt noch das Bedürfnis vieler, dass sie am Zielort 'flexibel' sein möchten und das nur mit dem Auto erfüllt sehen. Das Kriterium Reisezeit und gefahren werden oder selber fahren ist m.E. also zu simpel, um daraus eine gewisse Fahrgastnachfrage zu folgern.


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